Grüne Nacht 2016 in Ansbach

ReitbahnAuch am letzten Samstag fand wieder im zweijährigen Rhythmus die Grüne Nacht in Ansbach statt. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung vom Juli jedoch in den September verlegt. Dank des warmen und schönen Spätsommerwetters war das kein Problem. Der spätere Termin hat den Vorteil, dass es bereits früher dunkel wird und die beleuchteten Fassaden so noch besser zur Geltung kommen. Auch in diesem Jahr waren das Markgrafenmuseum, die Fürstengruft, der Herrieder Torturm und die Residenz zur Besichtigung geöffnet. Die Synagoge war allerdings diesmal nicht zu besichtigen. Am Herrieder Tor war wie üblich eine lange Warteschlange.

In der Fußgängerzone waren die Straßenlampen mit grünen Filtern ausgestattet sowie zusätzliche grüne Scheinwerfer ausgestellt. Einzelne Gebäudefassaden wurden zusätzlich rot angestrahlt, so z. B. die Johanniskirche, das Stadthaus und Teile der Residenz. An verschiedenen Stellen spielten Livebands und es traten Straßenkünstler auf. Allerdings kam es mir manchmal so vor, als wäre in den vergangenen Grünen Nächten mehr losgewesen.

Straßenkünstler an der Gumbertuskirche

Das Highlight der Grünen Nacht war für mich jedoch die Lichtinstallation im Innenhof der Residenz. Dort wurden verschiedene farbige Muster an die Fassade des Schlosses und weiße Lichtkreise auf den Boden projiziert. Unterstrichen wurde die Lichtinstallation durch Nebelmaschinen und Musik.

Lichtinstallation im Schlosshof

Grünten, der Wächter des Allgäus

Heute erfolgte eine Tour auf den Wächter des Allgäus, den 1.737,9 m hohen Grünten. Auf dessen Gipfel gibt es ein Gebirgsjägerdenkmal und einen Sendeturm zu sehen.

Die Tour beginnt am Parkplatz der Kammeregg-Alpe. Beim Ort Rettenberg zweigt eine schmale Straße ab, der man bis zum kostenfreien Parkplatz folgt (Wegweiser Kammeregg-Alpe). Man sollte jedoch sehr früh starten, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und diese im Laufe des Vormittags schnell belegt sind. Außerdem entgeht man so dem großen Andrang auf dem Gipfel des Grünten. Einen einsamen Gipfelaufenthalt darf man auf diesem beliebten Berg allerdings nie erwarten.

Da man sich bereits beim Start auf 1.130 m Höhe befindet, hat man schon zu Beginn der Tour einen wunderschönen Ausblick ins Tal Richtung Immenstadt und dem Großen Alpsee und auf den Rottachsee. Zunächst geht es vom Parkplatz auf der Straße direkt zur Kameregg-Alpe. An der Hütte dann rechts vorbei durch die Weidebegrenzung. Auf einem recht steilen Aufstiegsweg geht über Almweiden nach oben, immer dem Wegweiser „Grünten“ nach.

Da der Aufstieg ohne große Serpentinen direkt nach oben führt, erreicht man auch nach nicht einmal einer Stunde ein Wege-T, an dem man verschnaufen kann. Rechts geht es zum Gipfel weiter und nach links zur Grüntenhütte. Zunächst geht es aber erst einmal Richtung Gipfel nach rechts. Auf einem felsigen Bergpfad geht es, zunächst direkt unterhalb des Skilifts wieder steil bergauf. Nach der Bergstation des Skilifts geht es dann recht felsig in ebenfalls steilen Serptentinen zum Gipfel. An einer Stelle benötigt man die Hände. Das letzte Stück ist mit Halteketten ausgestattet, die jedoch nicht unbedingt nötig sind. Sogar eine kurze Treppe ist vorhanden.

Jägerdenkmal am Gipfel des Grünten
Gebirgsjägerdenkmal und Sender Grünten

Ist es geschafft, steht man vor dem Gebirgsjägerdenkmal, dass an die gefallenen Gebirgsjäger des Ersten Weltkriegs erinnert. Im Denkmal sind auch Steine von sämtlichen Kampfplätzen der Gebirgsjäger des Zweiten Weltkriegs eingearbeitet (unter anderem Griechenland, Polen, der Kaukasus). Eine Plakette erinnert außerdem an die getöteten Gebirgsjäger der Bundeswehr.

Das Denkmal ist ein idealer Ort für die Gipfelbrotzeit, da es rundum eine Sitzbank bietet. Außerdem blickt man auf den Sendemast des Bayerischen Rundfunks (Sender Grünten) und hat einen atemberaubenden Rundumblick ins Tal und in die Alpen hinein.→ weiterlesen

Auf dem Grünten


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Fahrrad-Standpumpe

Ich war auf der Suche nach einer neuen Standpumpe für mein Fahrrad. Über Empfehlungen und Testberichte im Internet bin ich auf die Topeak Joe Blow Sport II gestoßen, die jetzt nicht unbedingt die billigste Pumpe ist, jedoch durch ihre robuste Bauweise besticht. OK, es gibt natürlich noch viel teurere Pumpen, aber eine solche wollte ich mir natürlich nicht kaufen.

Die Pumpe ist ziemlich schwer. Die Standplatte und der Zylinder sind aus Stahl. Der Griff ist bequem und leicht gepolstert. Die Pumpe kann Reifen bis 11 bar aufpumpen. Das Manometer fällt zwischen den einzelnen Hüben nicht immer wieder auf Null zurück, sondern bleibt tatsächlich beim gerade im Reifen herrschenden Druck stehen. Mit einem kleinen Zeiger kann man für sich den gewünschten Druck an der Skala markieren, so dass man auch ohne näheres Hinsehen sofort weiß, wann man aufhören kann. An einem extra langen Gummischlauch ist ein Kopf mit zwei Öffnungen (einmal schwarz für Dunlop und Autoventile und einmal grau für französische Ventile) und einem Umstellhebel befestigt. Mit den beigefügten Adaptern kann man auch Bälle und Luftmatratzen aufpumpen. Für den Schlauch und die Adapter gibt es entsprechende Halterungen an der Pumpe.

Beim Auspacken überzeugte mich die Pumpe zwar, beim Aufpumpen der Reifen meines Fahrrads (französische Ventile) klappte es aber zunächst überhaupt nicht. Ich schaffte es nicht, eine dichte Verbindung zum Ventil herzustellen und statt den Reifen aufzupumpen, war bald die gesamte Luft heraus. Ich wollte die Pumpe schon zurückschicken, bin jedoch mit etwas Recherche darauf gekommen, dass ich den Pumpenkopf nur falsch auf dem Ventil befestigte.

Jetzt klappt es einwandfrei und ich kann nur sagen, dass ich noch nie eine so gute Fahrradpumpe hatte. Mit wenigen Hüben und keiner wesentlichen Anstrengung hat man den Fahrradreifen auf einen beachtlichen Druck aufgepumpt.

Hier ist also die Anleitung, wie man den Pumpenkopf auf dem französischen Ventil richtig (und somit dicht) befestigt.

  • Ventil wie üblich erst leicht aufschrauben, damit Luft hineingelangen kann.
  • Den gelben Wahlhebel am Pumpenkopf auf die Mittelstellung zwischen beiden Öffnungen stellen (90 Grad-Winkel).
  • Dann die graue Öffnung über den Ventilkopf stülpen (es wird etwas Luft entweichen) und den gelben Hebel in die Richtung der schwarzen Öffnung umlegen (also genau entgegengesetzt zum Ventil). Es ist jetzt eine dichte Verbindung hergestellt und es entweicht keine Luft mehr.
  • Jetzt den Reifen aufpumpen. Nach dem Abschluss des Pumpvorgangs den gelben Wahlhebel wieder in die Mittelstellung (90 Grad-Winkel) bringen und den Pumpenkopf abziehen.
  • Das Ventil wieder zuschrauben. Fertig!

Das klingt alles recht kompliziert, ist es aber überhaupt nicht. Wenn man darauf achtet, dass der gelbe Wahlhebel in Mittelstellung sein muss, wenn man den Pumpkopf über das Ventil stülpt und ihn erst dann arretiert, macht man auch nicht den Fehler, den ich zuerst gemacht habe und der mich fast veranlasst hätte, diese Pumpe wieder zurückzuschicken.

Diese Pumpe kann ich absolut empfehlen.

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Tour zum August-Schuster-Haus auf dem Pürschling (1.566 m)

Nach der etwas mißglückten Bergtour der letzten Woche nun eine wunderschöne Wanderung zum August-Schuster-Haus auf dem Pürschling. Die Tour beginnt am Pürschlingparkplatz bei den Skiliften in Unterammergau (Tageskarte 3 EUR).

Ausblick knapp unterhalb des August-Schuster-Hauses

Vom Parkplatz geht es auf dem geschotterten Forstweg gleich steil bergauf am Bachlauf der Schleifmühlenlaine entlang. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit kommt man an einen Abzweig mit Wegweisern. Statt dem Forstweg (Wegweiser Pürschling) nimmt man den linken Abzweig (Wegweiser Pürschling Wanderweg). Dort geht es nun auf einem schmaleren Weg wesentlich steiler weiter bergauf. Bis zum Plattenberggraten geht man immer im Wald. Erst ab dem Plattenberggraben tritt man aus dem Wald heraus und hat ab da wunderschöne Ausblicke.

Kapelle mit Sonnenberggrat im HintergrundAm Beginn des Plattenberggraben kommt ein flaches Zwischenstück auf dem man an einer Alm entlangkommt. Dort muss man sich an den Wegweiser (Pürschling) orientieren und den linken Abzweig nehmen. Danach geht es wieder steil bergauf weiter. Kurz vor dem August-Schuster-Haus kommt eine kleine Kapelle. Auf dem bewirtschafteten August-Schuster-Haus ist dann Zeit für ein Getränk oder auch eine kleine Stärkung. Von der Terasse hat man einen schönen Ausblick auf Schloss Linderhof im Tal und auch zur Zugspitze.

Der weniger begangene Rückweg führt vor dem Haus vorbei zunächst über eine Almweide. Hierzu übersteigt man die kleine Holzkonstruktion über den Weidezaun und nimmt den zum Waldrand führenden Weg. Dieser kann bei Feuchtigkeit ziemlich schlammig sein. Im Wald wird der Weg dann felsiger und führt an mehreren großen Felsblöcken vorbei über den Plattenberggrat.

Kurz bevor der Weg am Anfang des Plattenberggrabens wieder auf den Aufstiegsweg trifft, kommt noch die Bank des Stammtisches des August-Schuster-Hauses. Der Felsen, vor dem die Bank steht, hat sogar ein eigenes Gipfelkreuz. Hier kann man kurz ausruhen. Auf dem Aufstiegsweg geht es dann wieder Richtung Unterammergau zurück. Kurz vor dem Parkplatz kann man seine Füße noch in der Schleifmühlenlaine kühlen. 

Diese HolzgesichtTour war ein Highlight. Der Aufstiegsweg verläuft ziemlich steil im Wald bergauf. Ab dem Plattenberggraben kommt der landschaftlich schöne Teil. Beim Aufstieg kann man die gute frische Luft genießen, die würzig nach Kräutern und Latschen riecht. Der Rückweg ist felsiger und weniger frequentiert, jedoch auch sehr reizvoll und mit ansprechenden Ausblicken. Spätestens hier sind Stöcke recht hilfreich. An der Strecke gibt es Stoamandl, eine Kappelle, ein aus einem Baumstamm geschnitztes Gesicht und eine Bank mit eigenem Gipfelkreuz zu entdecken.