Die Ausstellung in der Neuen Pinakothek über den Landschaftsmaler Johann Christian Reinhart kann man noch bis 26. Mai 2013 besuchen. Der Eintritt (nur für diese Sonderausstellung) kostet 7 EUR. Es bilden sich lange Schlangen an den Kassen. Man sollte also nicht erst am Nachmittag kommen.
Johann Christian Reinhart stammte aus Hof. Nach seiner Arbeit am Hof von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen konnte er schließlich seinen Traum verwirklichen und nach Rom übersiedeln. Dies machte Markgraf Alexander von Brandenburg-Ansbach möglich, der dem Künstler die Reisekosten zahlte und ihm einige Zeit lang mit Geld unterstützte.
Reinhart schuf Zeichnungen, Karikaturen und Figurenstudien. Seine Gemälde entsprechen streng der klassizistischen Landschaftsmalerei. Seine heroischen Ideallandschaften sind wirklich wunderbar. Aber schon zu Lebzeiten hatte er Kritiker, die seine Bilder als “wie geleckt” bezeichneten. Dem betreffenden Kritiker antwortete er mit wütenden und polemischen Angriffen. Unter anderem auch mit einer Karrikatur, die diesen mit dem Schwanz eines Esels zeigt.
In Rom bildete sich ein Kreis von deutschen Malern um ihn. Bis zu seinem Tod blieb er in Rom und malte dort weiter. Unter anderem auch die vier Ansichten von Rom von der Villa Malta für den bayerischen König Ludwig I.



Sehr interessant ist die Entwicklung der Marke “Brueghel”. Seinerzeit arbeitete er mit anderen Malern wie Peter Paul Rubens und Hendrik van Balen zusammen. So lieferte Brueghel beispielsweise die Landschaft, während andere Maler weitere Elemente und Figuren hinzufügten. Es entstanden regelrechte Auftragsproduktionen von Bilderserien mit allegorischen Themen. Einige Bilder sind offensichtlich mehrmals zwischen den Ateliers mehrerer Künstler hin- und hergegangen.

