Angebliche Abmahnung von eBay

Seit dieser Woche werden wieder verstärkt Mails in Umlauf gebracht, die angeblich von einem von eBay beautragten Anwalt stammen. Der Betreff enthält Begriffe wie "Abmahnung" oder "Anzeigengefahr".

In den Mails tritt der Absender angeblich als Vertreter der "eBay GmbH" auf. Der Empfänger soll auf der Auktions-Plattform gegen § 312c Abs. 1 BGB verstoßen. Zitat: "Sie bieten unter der Internethandelsplattform Ebay Computerartikel im Wege des Fernabsatzes an, ohne dabei auf das Verbrauchern zustehende Widerrufsrecht hinzuweisen." Weiter heißt es in der Mail: "Ebenso sind Sie nach § 9 UWG unserer Mandanten zum Schadensersatz verpflichtet und damit zur Übernahme der Kosten unserer Beauftragung in Höhe der beigefügten Kostennote 632 Euro". Es sind auch Beträge von 830 Euro aufgetaucht.

Angeblich enthält der Anhang der Mail eine Übersicht der vom Empfänger getätigten Verkäufe, von Rechnungen und Zahlungsaufforderungen sowie eine Mahngebührenauflistung. Außerdem noch eine Unterlassungserklärung, die der Empfänger unterzeichnen und abschicken soll. Tatsächlich steckt jedoch im Anhang ein Schädling, nämlich ein Trojaner-Downloader. Dieser wird zwar von fast allen guten Virenscannern als solcher erkannt, trotzdem diese Mail sofort löschen und auf keinen Fall den Anhang öffnen. Die haltlosen Unterstellungen können einfach ignoriert werden.

Die Kriminalpolizei ermittelt bereits in diesem Fall. Auf der Homepage von eBay befindet sich ein entsprechender Warnhinweis.

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