Das Deutsche Museum

Nach langer Zeit war ich endlich mal wieder im Deutschen Museum. Ich habe es vor einiger Zeit schon besucht und musste feststellen, dass ich es spektakulärer in Erinnerung hatte. Bei meinem heutigen Besuch stellte ich fest, dass ich damals die Bergwerksabteilung total übersehen hatte. Kein Wunder also – daher habe ich das jetzt nachgeholt. Außerdem interessierte mich die Sonderausstellung MenschMikrobe.

An der Kasse ist mir aufgefallen, dass es keinen ermäßigten Sonntagseintritt gibt. Allerdings wäre das angesichts der umfangreichen Sammlung auch wohl etwas utopisch. Also ganz normal die 8,50 € gezahlt. Im Deutschen Museum wird umgebaut bzw. wird das Gebäude saniert. Einige Ausstellungen sind daher nicht geöffnet (z. B. die mit den chemischen Experimenten) oder einige bis alle Stücke in einem Saal sind in Plastik eingepackt. Hierauf wird aber vorbildlich darauf hingewiesen. Man erlebt also keine bösen Überraschungen.

 

Die Abteilung Bergbau, die ich damals übersehen hatte, war das Highlight des Besuchs. Man geht Treppen hinunter und findet sich dann in nur spärlich beleuchteten engen Bergwerksstollen wieder. Sehr schöne Atmosphäre. Die Arbeitsbedingungen der Bergleute können von damals bis heute schön nachvollzogen werden. Es sind Stollen aus einem Kohle-, Erz- und Salzbergwerk nachgebaut. Hier muss man genau schauen, wo es weitergeht, da alles ziemlich eng und verschachtelt ist. Der Rundgang ist allerdings deutlich ausgeschildert.

Die Sonderausstellung MenschMikrobe gibt einen Einblick in die medizinische Forschung rund um Bakterien, Viren und Schimmelpilze. Sehr schön auch das Experiment, an dem man testen kann, ob man seine Hände richtig wäscht. Man entnimmt aus einem Seifenspender eine Portion „Flüssigseife“. Dann tut man so, als würde man damit die Hände waschen. Die „Flüssigseife“ ist in Wirklichkeit ein Kontrastmittel und unter Schwarzlicht kann man dann überprüfen, ob man die Hände wirklich sauber bekommen hätte. Sehr interessant und manchmal auch mit überraschendem Ergebnis.

In den restlichen Ausstellungen gibt es auch noch einige schöne Stücke. Die Abteilungen Mathematik und Optik klingen zunächst langweilig. Allerdings sind dort auch anschauliche Experimente, mit denen man dieses Wissen ganz locker und interessant vermittelt bekommt.

Bei einigen Stücken merkt man allerdings auch schon den Zahn der Zeit. Diese werden nicht mehr so zeitgemäß präsentiert. Hier sollte nach der Fertigstellung des Umbaus ebenfalls Hand angelegt werden.

Zum Schluss sollte man auch nicht versäumen, dem Foucaultschen Pendel im Treppenhaus des Turms einen Besuch abzustatten. Hier lässt sich die Erdrotation ganz hautnah betrachten.

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