Test des BlackBerry Curve

Ich bin Teil eines Testteams und darf das „BlackBerry Curve 8520 Smartphone“ testen. Ich habe bei einem Bekannten vor langer Zeit bereits ein BlackBerry erlebt. Dieser hatte sich immer über den zu kleinen Bildschirm beschwert. Ich war also etwas skeptisch, wie sich das Smartphone beim Test bewährt. Vor allem hatte ich den direkten Vergleich zwischen meinem aktuellen Smartphone (iPhone 4) und dem Vorgänger (Palm Pre – jetzt HP Pre). Mich hat vor allem die Tastatur interessiert. Diese war beim Pre ja ausziehbar und hat mir sehr gefallen. Das Tippen ist eindeutig komfortabler als beim Touchscreen des iPhones.

Hier der direkte Vergleich zwischen dem Pre (l) dem iPhone4 (m) und dem BlackBerry (r). Das iPhone wirkt hier recht groß und unhandlich. Beim BB bemerkt man gleich, dass es sehr gut in der Hand liegt und sehr sauber verarbeitet ist. Da klappert oder knarzt nichts. Die Tasten der QWERTZ-Tastatur haben einen guten Druckpunkt. Das Display ist im Gegensatz zum Pre und iPhone kein Touchscreen. Die Steuerung des Cursors funktioniert mit dem Trackpad unterhalb des Bildschirms. Dieses funktioniert als Taste und ist darüber hinaus berührungsempfindlich. Man steuert den Cursor indem man mit dem Finger über das Trackpad „wischt“. Nach kurzer Eingewöhnungszeit funktioniert das sehr gut. Im Gegensatz zum verschmierten Bildschirm der Touchscreen-Handys erschien mir das zunächst als Vorteil.

Im täglichen Gebrauch musste ich allerdings feststellen, dass das manchmal etwas in Fummelei ausartet. Die Eingabe der Umlaute war beim Pre besser gelöst. Man musste zunächst Sym und dann „u“ drücken. Beim BB ist sie etwas umständlich. Man drückt z. B. „u“ und muss dann gleichzeitig auf dem Trackpad „wischen“. Dazu braucht man zwei Finger und oft war ich auch zu weit und musste etwas herumsuchen, bis das „ü“ erschienen ist. Nach etwas Übung funktioniert das aber schnell und zuverlässig.

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So sieht dieses Blog auf iPhone und BlackBerry gleich nach dem Aufruf im Browser aus, ohne dass irgendetwas an der Größe verändert wurde. Sehr schnell bemerkt man sowohl den kleineren Bildschirm beim BB, als auch die bessere Qualität des Retina-Displays beim iPhone. Durch den kleinen Ausschnitt verliert man mit dem Trackpad sehr schnell die Übersicht. Mich hat es etwas an die Anfänge erinnert, als man mit dem Handy WAP-Seiten aufgerufen hat. Die Schrift kann beim BlackBerry zunächst nicht gelesen werden, da sie unscharf ist. Mit der Lupe kann man dann aber problemlos heranzoomen, indem man den betreffenden Bereich anklickt.

Nächste Stufe:

Höchste Vergrößerungsstufe beim BB. Beim iPhone wäre noch mehr möglich:

Man erkennt sehr gut den Qualitätsunterschied zwischen iPhone (l) und BB (r).

 

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Hier als weiteres Beispiel die original Twitter App auf beiden Geräten. Hier zeigt sich auch wieder der Größenunterschied der Displays.

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Die Symbole im Menü könnten für meinen Geschmack beim BB etwas deutlicher zu unterscheiden sein. Hier sind einige im Aussehen ähnlich bzw. nicht so sprechend gestaltet. Die Akkulaufzeit ist für ein Smartphone gut. Beim Ladevorgang blinkt eine rote LED. Ist das BB voll geladen, leuchtet sie grün. Sehr gut gelöst. Man kann auch bei ausgeschaltetem Handy laden.

Diese LED wird ebenfalls zum Signalisieren von Neuigkeiten verwendet. So lässt sich auch ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen erkennen, ob es neue Mails oder Nachrichten vom Instant Messenger gibt. Dies finde ich sehr gut. Das hat mir schon beim Pre gefallen. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls sehr gut.

Von der Bedienung und Einrichtung ist es für mich allerdings nicht einfach gehalten. Entweder bin ich vom iPhone oder vom Pre her so verwöhnt, aber es war mir nicht möglich, mein Email-Konto mit IMAP einzurichten. Es kann immer nur POP3 gewählt werden. Auch bei anderen Sachen muss man immer erst ewig rumprobieren. Das Verbinden mit WLAN ging allerdings sehr schnell und gut.

Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass die Karten-App den Standort mit mehreren 100 Metern Abweichung markiert. (Auch wenn man im Freien ist.) Das hat man schon woanders besser gesehen.

Das war es erst mal mit meinen Eindrücken nach den ersten paar Tagen. Demnächst möchte ich die Kamera, Musicplayer und den Kalender testen. Da ich die Kalenderfunktion auch geschäftlich nutze, bin ich da sehr kritisch. An den Pre kam bisher kein Smartphone ran. Da das BlackBerry eigentlich aus der Geschäftswelt kommt, bin ich hier schon sehr gespannt.
Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen von mir: ich weiß, dass bei diesem Test das BB nicht so gut wegkommt. Die Vergleichsfotos zwischen den Handys haben mich selbst etwas überrascht. Beim täglichen Gebrauch fällt dies natürlich nicht so auf. Das BlackBerry ist auch deutlich günstiger als ein iPhone. Dies muss man in seine Überlegungen mit einbeziehen. Dieser Blogartikel sollte auch kein Loblied auf Apple werden, auch wenn es manchmal so wirkt. Das was die gerade mit Samsung und dem Galaxy Tab abziehen, finde ich jetzt nicht so toll.

Eine Antwort auf „Test des BlackBerry Curve“

  1. Bemerkenswerter Post. Würde gern mehr Blogposts zu dem Thema lesen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

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