Ferrocarril Mexicano – Ausstellung im Deutschen Museum

Im Deutschen Museum findet im Vorraum der Bibliothek die Ausstellung „Ferrocarril Mexicano  – Die erste mexikanische Eisenbahn“ statt. Der Besuch der Ausstellung kostet keinen Eintritt, sondern ist als Ausgleich zur derzeit geschlossenen Ausstellung Brückenbau gedacht.

Die Anfahrt war etwas problematisch, da die betreffenden Tramlinien aufgrund des München Marathons unterbrochen waren und Bahnen nur unregelmäßig und in großem Abstand fuhren. Als ich dann per U-Bahn und Tramlinie 18 endlich am Deutschen Museum ankam, war ich schon gespannt. Mir war klar, dass es sich nur um einen Ausstellungsraum handelt. Der Eintritt ist dafür aber auch frei. Die Ausstellungsstücke umfassen Fotografien, Brückenmodelle und originale Bücher. Die Stücke werden wie vom deutschen Museum gewohnt, professionell präsentiert.

Die Ferrocarril Mexicano war die ersten Eisenbahn in Mexiko und entstand zwischen 1837 und 1873. Sie verbindet die Hauptstadt im Hochland mit der Hafenstadt Veracruz am Golf von Mexiko. Die beiden berühmtesten Brücken sind die Wimmer-Brücke und die Brücke über den Metlac. Von beiden sind Modelle in der Ausstellung vorhanden.

Eine Teilstrecke von 104 km wurde zwischen 1922 und 1928 elektrifiziert. Zwischen 1980 und 1988 wurde eine 138 km lange Strecke erneuert und begradigt. Einige kurze Abschnitte wurden aufgegeben. Sie dienen jetzt als Wanderwege durch eindrucksvolle Landschaften. Heute wird die Ferrocarril Mexicano nur noch für den Güterverkehr benutzt. Übergänge zum Bahnnetz der Vereinigten Staaten bestehen in Mexicali und Nogales zur Union Pacific Railroad, in Ciudad Juárez und Piedras Negras (Eagle Pass) zur Union Pacific und zur BNSF Railway, in Presidio zur Texas-Pacífico Transportation.

 

 

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