Weltuntergang im Dezember 2012

Am 23. Dezember 2012 geht die Welt unter. Das sagt ja ganz klar der Maya-Kalender.

Genau diesen Unsinn hat Bernd Harder benutzt, um mal endlich mit diesen ganzen Weltuntergangspropheten und -szenarien aufzuräumen. Bernd Harder ist Chefreporter vom „Skeptiker“ und außerdem Mitglied der GWUP.

Daher ist sein Buch „2012 oder wie ich lernte, den Weltuntergang zu lieben – Leitfaden für Endzeit-Liebhaber“ auch äußerst lesenswert und informativ. Es wird Weltuntergangspropheten wie Nostradamus oder dem Mühlhiasl auf den Grund gegangen. Natürlich darf auch Nibiru der rätselhafte Planet nicht fehlen, der die Erde zerstört und schließlich auch der Maya-Kalender mit seinem ominösen Datum 23.12.2012.

Es wird den Behauptungen der Esoteriker genau auf den Grund gegangen. Diese werden auf amüsante Weise widerlegt. Die Ausführungen sind mit vielen Fakten garniert. So war mir zum Beispiel schon klar, dass in die Verse von Nostradamus jedes mögliche Ereignis hineininterpretiert werden kann. Ich wusste jedoch nicht, dass es dafür wesentlich plausiblere Erklärungen gibt. Ein Vers, der z. B. angeblich die Montgolfiere und Papst Pius VI. vorhersagt, passt viel besser auf ein Ereignis zu Nostradamus Lebzeiten. In dieser Form geht es weiter.

Ich kann jedem empfehlen, sich nicht von diesem ganzen Hype um den Weltuntergang im Jahr 2012 verunsichern zu lassen. Die Esoteriker sind sich ja nicht mal einig, ob die Welt untergehen soll oder Aliens bzw. die Sonne oder ein Strahl aus dem Weltall uns auf eine höhere Ebene heben werden.

Dabei kann man nur den Kopf schütteln, welchen Unsinn manche Leute einem auftischen. Gefährlich ist es meiner Meinung nach, dass dieser Quatsch Unbeteiligten Angst macht und diese in Verzweiflung oder Depressionen stürzen kann. Umso wichtiger ist es, dass man mit echtem Wissen dagegen hält. Bernd Harders Buch bildet einen wichtigen Gegenpol zu dem Weltuntergangsmüll, den man in jeder Buchhandlung kaufen kann.

Eine Antwort auf „Weltuntergang im Dezember 2012“

  1. Bernd Harder hat in seinem amüsanten und informativen Buch „2012 oder wie ich lernte den Weltuntergang zu lieben“ nur eine kleine Sache nicht beachtet. Nostradamus benutzte den damals üblichen julianischen Kalender, so dass seine Aussage über die Sonnenfinsternis im „siebten Monat von neunzehnhunderneunzigundneun“ (Juli 1999)durchaus zutrifft. Harder kritisiert aber, dass Nostradamus sich angeblich vertan habe – statt achter Monat siebter Monat. Der 31. (oder 30.?) Juli 1999 entspricht aber dem 11. August 1999 nach dem seit 1582 gültigen gregorianischen Kalender, an welchem die Sonnenfinsternis auch tatsächlich stattfand, wenn auch wetterbedingt beeinträchtigt.

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