Empfehlenswerte Podcasts

Heute möchte ich mal loswerden, welche Podcasts ich so höre. Ich habe lange Zeit immer mal wieder Podcasts ausprobiert. Leider war das aber nie etwas für mich. Meistens war es einfach so, dass jemand 1 1/2 Stunden irgendwas erzählt hat. Da waren zwar schon interessante Stellen dabei, meistens aber nach endlosem langweiligem Zeug. Ich bin nie dabeigeblieben.

Das hat sich aber mit den folgenden Podcasts geändert. Selten habe ich so viel Wissen auf unterhaltsame Weise vermittelt bekommen. Es geht um skeptisches Denken. Das bedeutet, dass esoterische Themen, Verschwörungstheorien oder Parawissenschaften kritisch hinterfragt werden. Es geht nicht darum, dass derartige Sachen abgelehnt werden (wie von Kritikern immer wieder unterstellt), sondern dass Thesen und Behauptungen auf wissenschaftliche und kritische Weise geprüft werden. Wer sich näher dafür interessiert, sollte mal auf den Seiten oder dem Blog der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) vorbeischauen.

Zurück nun aber zu den Podcasts, die ich regelmäßig höre und empfehlen kann. Der erste Podcast nennt sich Hoaxilla – Der skeptische Podcast aus Münster. Der Hoaxmaster Alexander und seine Frau Alexa beschäftigen sich jeden Sonntag  mit modernen Sagen (sog. Urban Legends), Medien, Kultur und Wissenschaft aus Sicht der Skeptikerbewegung. Beide arbeiten sich in das jeweilige Thema tief ein und können so unheimlich viel Informationen vermitteln. Dabei wird es aber nie langweilig oder bierernst. Das ist wirklich mein Favorit unter den Podcasts. Egal ob es um Echsenmenschen, die Mondlandungslüge oder Freimaurer geht, jede Folge ist interessant. Die Länge schwankt zwischen 35 Minuten und einer Stunde. Also ideal um den Heimweg in der U-Bahn zu nutzen.

Neben Hoaxilla produziert der Hoaxmaster einmal im Monat noch einen weiteren Podcast. Dieser nennt sich Skeptoskop. Darin interviewt er den Vorstand, den Wissenschaftsrat und weitere aktive Mitglieder der GWUP. Im lockeren Gespräch erfährt man hier sehr viel von den Interviewpartnern. Die Länge eines Podcasts beträgt ca. 1 Stunde.

Der letzte Podcast, den ich höre, nennt sich Humoralpathologie. Dieser Begriff (auch als Viersäftelehre bezeichnet) stellt das medizinische Wissen um 400 v. Chr. dar und ist natürlich längst überholt. Hier ist dann auch schon der Bezug zu irgendwelchen blödsinnigen esoterischen Heilslehren der Gegenwart. Vier bis fünf Leute unterhalten sich auf lockere Weise über alles mögliche aus der Esoterikszene. Die Länge der Podcasts schwankt zwischen 50 Minuten und 2 Stunden. Diese Zeit vergeht allerdings wirklich wie im Flug und man muss aufpassen, wenn man den Podcast in der U-Bahn hört, damit man nicht ständig laut loslacht. Humoralpathologie verfolgt einen anderen Ansatz wie Hoaxilla. Hier ist es das lockere Gespräch, in dem dann zwischen den einzelnen Themen hin- und hergesprungen wird. Sehr unterhaltsam und hörenswert.

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