Lesestoff – Der Schatten des Windes


Zur Zeit lese ich das Buch „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón. Es spielt im Barcelona der Franco-Diktatur. Der Junge Daniel Sempere forscht nach Hinweisen über das Leben und den Todesumständen des Buchautors Julián Carax. Nach und nach verwischen sich für Daniel immer mehr die Grenzen zwischen dem Leben des Buchautors, den Figuren in dessen letztem Roman und seinem eigenen Leben.

Das Buch beginnt zuerst sehr ruhig und nimmt dann immer mehr an Fahrt auf, bis sich schließlich alles überschlägt. Es hat zwei Handlungsebenen. Einmal das Leben des Daniel Sempere im Barcelona der Franco-Diktatur und dann das Leben des Julián Carax im Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es finden sich immer wieder Parallelen zwischen den Leben der beiden Protagonisten und die beiden Ebenen sind geschickt und spannend miteinander verwoben.

Zuerst ist das Ausmaß der Gefahr, der Daniel durch seine Nachforschungen ausgesetzt ist, nicht klar. Stück für Stück offenbaren sich Motive und Zusammenhänge. Carlos Ruiz Zafón fängt sehr gut die morbide Stimmung des Barcelonas der Jahrhundertwende und den Schrecken des Franco-Regimes ein.

Ein spannendes Buch, dass mich bis zum Schluss gefesselt hat. Es wäre noch schöner, wenn es das Buch auch für den Kindle geben würde.

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