Neues Nerd-Spielzeug: iRobot Roomba

Ich habe seit einigen Tagen ein neues Nerd-Spielzeug. Den Roomba 780 von iRobot. Es handelt sich dabei um einen Staubsauger-Roboter. Der flache kleine Roboter saugt problemlos unter Regalen oder unter dem Bett. Der Preis ist zwar exorbitant, ich habe mich trotzdem für das teuerste Modell entschieden. Es kommt mit einem Touch-Bedienfeld, einer Fernbedienung, Dockingstation zum Aufladen des Akkus und zwei virtuellen Wänden bzw. Leuchttürmen. Davon gleich mehr.

Die Idee war, den Staubsauger so zu programmieren, dass er mehrmals die Woche zu festgelegten Uhrzeiten selbsttätig die Wohnung saugt und zwar auch unter dem Bett oder unter Regalen, wo sich ja leicht Wollmäuse sammeln. Ich habe den Roomba 780 gewählt, weil sich für jeden Wochentag eine andere Reinigungszeit programmieren lässt. Der Roomba kommt gleich mit einem ganzen Set Ersatzbürsten und -filtern. Leider wurde trotz des hohen Preises auf Batterien für die Fernbedienung (2x AA) und für die Leuchttürme (4x C) verzichtet. Diese muss man also extra kaufen (z. B. Duracell Batterie Plus Baby C (LR14) 1,5V im 4er Pack). Das ist ein Kritikpunkt.

Ich habe die Dockingstation unter meinem Bett platziert. Hier ist eine Steckdose erreichbar und der Roomba hat genug freien Platz, die Station anzusteuern. Außerdem steht er dort nicht im Weg herum. Mit der Fernbedienung kann man ihn bequem einschalten. An zwei Türen habe ich jeweils einen Leuchtturm platziert. Diese sind erst eingeschaltet, wenn der Roomba arbeitet und sind nötig, damit die Zimmer nacheinander geputzt werden. Ist der Roomba fertig, leiten ihn die Leuchttürme zur Dockingstation zurück.

Nach dem Auspacken müssen erst zwei Sicherungsstreifen entfernt werden. Anschließend stellt man die Uhr. Jetzt ist es Zeit, den Roomba erstmal zu laden. Dies dauert einige Stunden. Danach habe ich den Roomba mit einem Druck auf die „Clean“-Taste unter Aufsicht arbeiten lassen. Das hat sehr gut funktioniert und ich habe gleich Vertrauen gefasst und ihn selbsttätig arbeiten lassen. Der Staubsauger fährt im Zimmer herum, nimmt den Staub mit seiner Bürste auf und saugt alles in seinen Staubbehälter. An der Vorderseite befindet sich eine weitere Bürste, die auch in Ecken und schwer erreichbare Stellen kommt. Gesteuert wird er über die „Clean“-Taste und ein Sensorfeld auf der Oberseite. Natürlich auch über die Fernbedienung.

Die Saugleistung ist für einen Akkusauger erstaunlich. Der Roomba fährt selbsttätig im Zimmer herum. Über den Weg des Roboters darf man sich keine Gedanken machen, da es sehr wirr aussieht. Am Schluss ist jedenfalls alles gesaugt. Trifft der Roboter auf einen Gegenstand, wechselt er die Richtung und umfährt ihn, sofern möglich. Dabei habe ich festgestellt, dass er vor hellen Flächen vorher langsamer wird. Bei dunkleren Möbeln fährt er doch mit einem ziemlichen Schwung dagegen, bis er reagiert. Es ist jedoch nicht so heftig, dass es Schäden geben würde. Leichte Gegenstände schiebt er aber vor sich her. Er saugt bei mir auf Parkett, erkennt Flächen mit stärkeren Verschmutzungen selbsttätig und reinigt dort intensiver. In herunterhängenden Kabeln hat er sich nicht verfangen, er befreit sich selbst davon. Wenn man jedoch mehrere Kabel am Boden liegen hat, könnte es schon passieren, dass der Roomba leichtere Sachen vom Tisch räumt. Das ist bei mir aber nicht passiert. Auch niedrige Schwellen/Kabelkanäle überquert er problemlos. Auch wenn er halb in der Luft hängt, kommt er wieder von selbst los. Treppen habe ich nicht und kann nicht testen, ob er diese erkennen würde. Vom Geräusch her ist er zwar leiser als ein „normaler“ Staubsauger. Daneben zu telefonieren, ist jedoch schwierig.

Nach 1/2 Stunde – 1 1/2 Stunden (je nach Raumgröße) ist der jeweilige Raum gesaugt und zwar auch wirklich in den Ecken oder anderen schwierigen Stellen. In total verwinkelte Ecken kommt er natürlich nicht, trotzdem hat mich das Ergebnis wirklich überzeugt. Er reinigt jetzt jeden zweiten Tag drei Räume hintereinander selbsttätig in meiner Abwesenheit und fährt zum Aufladen wieder zurück zu seiner Station.

Der Preis ist zwar sehr hoch. Aber es ist wirklich eine Erleichterung heimzukommen und einen sauberen Boden vorzufinden. Vorher habe ich nicht täglich gesaugt und unter dem Bett sieht es auch sauberer aus. Auf den Möbeln sammelt sich als Nebeneffekt ebenfalls nicht mehr soviel Staub.

 

Eine Antwort auf „Neues Nerd-Spielzeug: iRobot Roomba“

  1. Ich handhabe es ganz ähnlich und lasse den Roomba einige Male die Woche durchsaugen. Dass man nicht mehr auf den Boden kriechen muss, um unter dem Bett Staub zu saugen, gefällt mir dabei besonders gut. Insgesamt bin ich jedenfalls sehr zufrieden, auch wenn der Anschaffungspreis schon recht hoch ist. Der normale Staubsauger bleibt natürlich trotzdem erhalten, vor allem wenn es schnell gehen muss, oder der Hund mal wieder was umgeworfen hat.

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