Marcel Duchamp in München

Im Kunstbau des Lenbachhauses findet noch bis 15.07.2012 die Ausstellung „Marcel Duchamp in München“ statt. Der Eintritt beträgt 8 EUR. Die Kasse befindet sich hinter den Propyläen an der Oberfläche der U-Bahn-Station Königsplatz.

Marcel Duchamp besuchte im Jahr 1912 nach der Ablehnung seines Bildes „Akt eine Treppe herabsteigend“ seinen Freund Max Bergmann in München. Das hunderjährige Jubiläum dieses Ereignis hat das Lenbachhaus zum Anlass genommen, eine Ausstellung im Kunstbau zu zeigen.

Marcel Duchamp mietete eine Wohnung in der Barer Straße und verbrachte mehrere Monate in München. Er besuchte nach seinen Angaben täglich die Alte Pinakothek und ließ sich von seinen Besuchen im Deutschen Museum (das damals noch nicht in seinen jetzigen Räumen untergebracht war) inspirieren. Er nutzte die Gelegenheit, seine Kunst neu auszurichten. Mehrere Bilder entstanden in dieser Zeit.

Die Ausstellung zeigt neben seinen Bildern und Zeichnungen noch Postkarten und Tagebücher. Ebenfalls sind mehrere Filme zu sehen. Gleich am Eingang wird eine Dokumentation des Senders Arte gezeigt, außerdem alte Filmaufnahmen über das Leben in München zur damaligen Zeit. Die Arte-Dokumention wird auch noch im abgetrennten Raum im Kunstbau gezeigt.

Im hinteren Bereich des Raumes sind Sitzgruppen angeordnet. Hier liegen Faltblätter aus, die sich mit bestimmten Werken von Marcel Duchamp befassen. Diese sind sehr sorgfältig gestaltet und bieten weitere Informationen über den Künstler. Man kann es sich in den Sitzgruppen bequem machen und sich in die Informationen vertiefen.

Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen. Eine kleine Anmerkung habe ich allerdings. Die Kunstwerke sind mit kleinen Plexiglastafeln beschriftet. Diese bieten zwar umfassende Informationen, leider ist die Schrift aber ziemlich klein und die Tafeln sind niedrig angebracht. Man muss also sehr nah herangehen und sich leicht bücken, um den Text gut zu entziffern. Eine etwas größere Schrift wäre hier besser gewesen.

Anmerkung: Ich hätte gerne Fotos von Werken von Marcel Duchamp in diesem Artikel verwendet. Dies ist jedoch aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich.

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