Haus der Kunst – Bild gegen Bild

Eine der aktuellen Ausstellungen im Haus der Kunst heißt „Bild gegen Bild„. Bis zum 16.09.2012 stehen die gewalttätigen Konflikte seit 1990 und deren Rezeption in den Medien im Mittelpunkt. Das Spektrum reicht vom Golfkrieg, dem Konflikt in Jugoslawien oder in Darfur, bis hin zum Staat Israel und den Konflikt mit den Palästinensern. Saddam Hussein und Muammar-al-Gaddafi werden nicht ausgespart.

Die Ausstellung spielt mit dem Kriegsalltag und im Kontrast dazu die Bilder, die vom Militär freigegeben wurden. Es wird auf das Bild von Freund und Feind eingegangen und es werden Netzsperren, SOPA und PIPA thematisiert. Es finden sich Fotos von Nachrichtendiensten, Bildberichterstattern und aus Quellen wie Flickr und Youtube i der Ausstellung. Parallel dazu werden passende gemalte Bilder und mehrere Videoinstallationen von Künstlern gezeigt.

Auch zivile Opfer und posttraumatische Belastungsstörungen der Soldaten sind ein Thema. Es sind durchaus einige wenige drastische Fotos zu sehen, bei den meisten Fotos ist das Grauen aber nicht so offensichtlich. Ebenfalls interessant sind die Titelseiten vieler Zeitungen aus aller Welt am Tag nach dem Anschlag auf das WTC.

Die beeindruckend hohen Räume des Hauses der Kunst und die hervorragende Ausstellung haben diesen Besuch zu einem beeindruckenden Erlebnis gemacht. Die 10 Euro Eintritt ist die Ausstellung auf jeden Fall wert. Es gibt keinen Sonntagseintritt. Die Eintrittskarte berechtigt nicht für die anderen Ausstellungen.

Die Ausstellung ist eine absolute Empfehlung.

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