miniHomer GPS mit dem Mac

Beim Fotografieren mit meiner Kamera hat mich immer schon genervt, dass kein GPS-Modul eingebaut ist. Ich muss also jedesmal beim Hochladen auf Flickr den Ort jedes einzelnen Fotos bestimmen. Beim iPhone dagegen funktioniert das natürlich einwandfrei. Jedes Bild ist automatisch mit den GPS-Koordinaten versehen. Aber das iPhone ist keine Alternative zu meiner Canon-Spiegelreflex.

Zum Glück gibt es aber kleine GPS-Empfänger, die ständig den Aufenthalt bestimmen und die Koordinaten speichern (sog. Fototagger). Mit einer Software werden dann anhand des Datums und Uhrzeit die Koordinaten der einzelnen Bilder automatisch zusammengefügt. Es gibt auch für einige Kameras GPS-Module, die auf den Blitzschuh gesteckt werden (leider nicht für mein Modell). Aber ein externer Empfänger hat den Vorteil, dass er mit allen Kameras funktioniert und der Blitzschuh frei bleibt. Ich habe mich also etwas umgesehen und bin auf den miniHomer von ZNEX gestoßen. Dieser Empfänger ist vom Preis/Leistungsverhältnis her sehr interessant. Bedient wird er nur über zwei Tasten. Wenn man mehr damit machen möchte, ist die Bedienung dadurch etwas umständlich. Zum Loggen der Position beim Fotografieren ist es jedoch sehr gut geeignet und die Einstellungen sind sehr schnell gemacht. Man muss ihn nur einschalten und das Logging aktivieren. Es ist möglich, den Logger tagelang laufen zu lassen. Der Speicher ist ziemlich groß und zeichnet bei Bewegung ständig Wegpunkte auf. Verändert sich die Position für einige Zeit nicht oder empfängt er keine Signale mehr von den GPS-Satelliten, schaltet er in den Energiesparmodus. Bei Bewegung oder einem Sat-Signal, zeichnet er weiter auf.

Ich habe den miniHomer einfach mit einem Schlüsselring außen auf der Fototasche befestigt. Dadurch hat er immer freie Sicht zum Himmel und die Positionsbestimmung funktioniert auch in der Stadt zwischen Hochhäusern oder im Wald unter Bäumen einwandfrei. Man kann ihn sogar in der Jackentasche tragen und er funktioniert ebenfalls. Allerdings leidet dann die Genauigkeit und die Position kann schon mal 50-100 Meter vom tatsächlichen Standpunkt abweichen. Aber das ist natürlich logisch, wenn er keine freie Sicht zum Himmel hat. Ich finde es allerdings bemerkenswert, dass er dann überhaupt etwas aufzeichnet. Aber wie gesagt, einfach an die Fototasche oder den Rucksack hängen und nicht mehr weiter daran denken. Der Logger mach alles selbstständig mit hoher Präzision. Regenwetter ist für den miniHomer übrigens kein Problem.

Wichtig war mir auch, dass die Software unter MacOS funktioniert. ZNEX liefert zwar eine entsprechende Software mit (nTrip), die jedoch nur unter Windows läuft. Früher gab es von ZNEX wohl einmal eine Beta-Version von nTrip für den Mac. Seit Lion funktioniert sie jedoch nicht mehr. Ich wollte aber unbedingt eine native Software für MacOS und bin auf myTracks gestoßen. Diese lässt sich einfach über den App-Store installieren und bietet alle Funktionen, die auch nTrip beinhaltet. Man hat Zugriff auf alle Funktionen des miniHomer. Beim ersten Start, muss man seinen GPS-Logger aus einer Liste auswählen. Anschließend wird ein Treiber heruntergeladen und automatisch installiert. Die aufgezeichneten Tracks lassen sich importieren und vom miniHomer löschen. Die Tracks werden auf einer Karte von OpenStreetMap dargestellt. Dann zieht man einfach die entsprechenden Fotos auf myTracks. Sofort werden die Bilder auf der Karte markiert. Mit einem Mausklick schreibt man dann die Koordinaten in die Exif-Informationen der Bilder. Jetzt kann man die Aufnahmen auf Flickr hochladen oder was man sonst damit machen möchte.

Mit myTracks lassen sich die Tracks auch bearbeiten. Positionspunkte können verschoben oder gelöscht werden. Die Tracks können automatisch nach Tagen aufgeteilt werden und noch vieles mehr. Ich habe bei einer Fahrradtour gleich mal getestet, wie es funktioniert und ich muss sagen ich bin begeistert. Es ist zwar ein zusätzlicher Arbeitsschritt nötig, der allerdings mit myTracks ganz einfach zu erledigen ist. Zusätzlich ist es interessant, wenn man seinen zurückgelegten Weg noch einmal betrachten kann.

Das miniHomer ist auch noch in anderen Situationen nützlich. Man kann beispielsweise in einer fremden Stadt bestimmte Punkte markieren (z. B. den Parkplatz des Autos) und dann mit der Kompassfunktion wieder zurückfinden, wenn man die Orientierung verloren hat.

Zum Lieferumfang des miniHomer gehören neben dem GPS-Empfänger, ein Handbuch, ein USB-Kabel und ein Downloadlink für die nTrip Software.

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