Kauf und Einrichtung eines NAS

Bei mir haben sich im Laufe der Zeit mehrere externe Festplatten angesammelt, auf denen Musik und Filme, aber auch Fotos, Backups, Dokumente oder Kontoauszüge und Rechnungen gespeichert waren. Das ist nicht besonders übersichtlich und wenn man etwas benötigt, muss man ewig rumsuchen. Der Einsatz von mehreren Endgeräten macht die Sache auch nicht gerade einfacher.

Aus diesem Grund wollte ich ein NAS-System einsetzen, um folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Speichern sämtlicher Dateien (Musik, Filme, Dokumente) an einer zentralen Stelle.
  • Zugriff auf diese Dateien von sämtlichen Endgeräten im Netzwerk. Egal ob dies mit dem iPhone, iPad, Mac, PC, Apple-TV oder Squeezebox erfolgt.
  • Bereitstellen von Drucker und Scanner im Netzwerk für sämtliche Endgeräte.
  • Datensicherheit durch RAID 1.
  • Einschlafen/WOL
  • Später: Zugriff von außerhalb zum Ersatz von Cloud-Diensten.

 

Vom Anforderungsprofil her war mir schnell klar, dass es ein NAS von Synology sein muss. Auch von mehreren Seiten wurden mir die Systeme dieser Firma empfohlen. Die Wahl fiel auf das Modell DS213 mit 2.0 GHz und zwei Festplatten mit jeweils 2 Terabyte Western Digital WD20EFRX Red.

Das System bietet einen USB 3.0-Anschluss, an dem sich auch externe Festplatten mit einer vernünftigen Geschwindigkeit betreiben lassen. Zunächst wollte ich das System in einem Abstellraum unterbringen und mit einem Dongle in mein WLAN zu integrieren. Aus Geschwindigkeitsgründen habe ich mich jedoch dagegen entschieden. Jetzt steht das dezente Gerät im Wohnzimmer und ist per Kabel im LAN präsent. Hierdurch lassen sich auch große Datenmengen mit guter Geschwindigkeit übertragen.

IMG_0208Die Synology schaltet sich nach einiger Zeit, in der nicht auf sie zugegriffen wird, aus und wacht sofort auf, sobald man auf sie zugreift. Das verbraucht wenig Strom und trotzdem dauert es nicht lange, wenn man Daten anfordert.

Sehr schön ist der SD-Kartenslot auf der Vorderseite. Hier lassen sich SD-Karten von meiner DSLR-Kamera einstecken und mit einem Knopfdruck werden die Daten auf die Synology kopiert. Ein Computer muss dazu nicht an sein. Anschließend stehen die Bilder in einem vorher eingestellten Ordner sofort im Netzwerk zur Verfügung (Systemsteuerung – Geräte und Drucker – SDCopy).

Für den Zugriff mit Windows und dem MAC muss der Windows-Dateidienst und der MAC-Dateidienst installiert und gestartet werden (Systemsteuerung – Win/Mac/NFS). Beim Mac-Dateidienst sollte auch gleich der Bonjour Printer Broadcast gestartet werden, damit der angeschlossene Drucker auch auf den Apple-Geräten zur Verfügung stehen.

Um mit der Squeezebox auf die Musik zuzugreifen, muss auf der Synology der Logitech Media Server installiert und gestartet werden. Nach der Indizierung erscheinen die Titel und Interpreten auf der Squeezebox.

Für den Zugriff auf Fotos und Dateien mit dem iPhone und dem iPad stehen die Apps DS Photo+, DS file, DS video und DS audio zur Verfügung. Diese gibt es auch für Android. Wichtig ist, dass für die Nutzung folgende Dienste auf der Synology gestartet werden müssen:

  • Für DS file WebDAV (Systemsteuerung – WebDAV) aktivieren.
  • Für DS Photo+ die Anwendung Photo Station starten.
  • Für DS audio die Anwendung Audio Station starten.
  • Für DS video die Anwendung Video Station starten.

Mit der App DS finder lässt sich die Synology überwachen (z. B. Festplattentemperatur, Uptime) und fernsteuern (herunterfahren).

Der Drucker wird über USB an die Synology angeschlossen und über Systemsteuerung – Geräte und Drucker eingerichtet. Für das Drucken mit iPad und iPhone muss Airprint beim Einrichten aktiviert werden. Die Scanfunktion meines Multifunktionsdruckers lässt sich allerdings nur unter Windows nutzen und steht auf dem Mac nicht zur Verfügung.

Für viele Fragen rund um die Einrichtung und dem Betrieb der Synology findet man Antworten im deutschen Synology Support Forum.

Für die Zukunft ist geplant, die Synology auch von außerhalb per dynDNS anzusprechen und bei Bedarf per WOL aufzuwecken. Dadurch könnte ich diverse Cloud-Dienste ablösen und selbst hosten.

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