1Password

Nachdem die Login-Versuche von Fremden bei meinem Blog jetzt wieder etwas zurückgegangen sind, sich jedoch auf einem bisher nicht gekannten hohen Niveau eingependelt haben, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich die Sicherheit weiter verbessern kann.

Ich hatte zwar sichere Passwörter, jedoch kann man nie genug in dieser Richtung unternehmen. Das Problem ist nur, dass man sich wirklich starke Passwörter nicht mehr merken kann, da diese aus zufälligen Buchstaben-, Zahlen- und Sonderzeichenkombinationen bestehen. Dazu gibt es Programme, die sämtliche Passwörter speichern und diese mit einem Hauptpasswort schützen. Man muss sich jetzt nur noch ein Passwort merken und kann dann sämtliche Logins bequem darüber einfügen. Außerdem bieten diese Programme auch noch einen Passwortgenerator an, der sehr sichere Passwörter erzeugt. Das Merken entfällt jedenfalls.

Ich habe mich umgesehen, auch mehrere Programme ausprobiert und bin dann schließlich doch bei 1Password hängengeblieben. Dieses Programm verschlüsselt die Passwortdatei sehr sicher. Außerdem ist es sehr komfortabel zu bedienen. Passwörter lassen sich sehr einfach einfügen. Vorher hatte ich einmal KePass probiert, dass als Open Source Programm kostenlos erhältlich ist. Leider konnte die Bedienung mich nicht überzeugen. Die KePass-Variante scheiterte auch unter anderem daran, dass keine vernünftig funktionierende App für das iPhone bzw. iPad vorhanden war.

1Password ist wirklich einfach und komfortabel zu bedienen, allerdings auch ziemlich teuer. Ich habe deswegen lange gezögert, mich dann aber letztendlich doch zum Kauf durchgerungen. Jetzt habe ich die Einzellizenz für Mac und Win für $ 69,99 und dann nochmal die Universal-App für iOS für 15,99 €, die dank Universal für iPhone und iPad angepasst ist. 1Password gibt es übrigens auch für Android.

Die App hat im Appstore einige sehr schlechte Bewertungen, die ich allerdings nicht wirklich nachvollziehen kann. Das 1Password einen eigenen Browser hat, ist technisch nachvollziehbar, da Safari bei iOS stark abgekapselt ist und eine Interaktion der App mit dem Browser nicht möglich ist. Die meisten anderen Bewertungen beziehen sich auf das „mangelhafte“ Syncing.

Da ich 1Password ja plattformübergreifend nutze, ist es für mich wichtig, dass ich die einzelnen Endgeräte nicht manuell aktualisieren muss, sondern dass es automatisch funktioniert. Wifi-Sync wäre aus Sicherheitsgründen die beste Alternative, ist jedoch tatsächlich nicht enthalten. Statt dessen hat man die Möglichkeit über iCloud oder Dropbox zu syncen. iCloud fällt bei mir flach, da ich ja erstens auch Win-Rechner habe und außerdem der Mac dabei ebenfalls außen vor bleibt (tatsächlich ein Kritikpunkt). Also bleibt nur, die Dropbox. Die Einrichtung auf allen Geräten funktionierte schnell und problemlos. Die Passwortdateien sind streng verschlüsselt. Es wird nirgendwo ein unverschlüsseltes Passwort gespeichert. So erzielt man also trotz der Gründe, die eigentlich gegen eine externe Speicherung (egal ob iCloud oder Dropbox) sprechen, eine Sicherheit.

Neben Logins für Webseiten kann man in 1Password Kennungen für Homebanking, Kreditkartendaten oder Softwarelizenzen speichern.

Als Fazit kann ich sagen, dass es wirklich überraschend gut funktioniert. Alle Endgeräte sind sofort auf demselben Stand. Man kann über Browser-Plugins für IE, Firefox, Chrome und Safari bei Mac und Win Passwörter speichern und einfügen. Der eingebaute Browser der iOS-App ist zwar vom Funktionsumfang einfach gehalten, jedoch konnte ich noch keine Probleme damit feststellen.

Auf jeden Fall bin ich von 1Password überzeugt. Eine absolute Investition in die Sicherheit, auch wenn der Preis etwas ungewöhnlich ist. So kann man seine sämtlichen einfach zu merkenden Passwörter durch wirklich sichere Varianten ersetzen und wird so auch sein schlechtes Gewissen los. Wer 1Password ausprobieren möchte, kann auch kostenlos eine Testversion herunterladen, die 30 Tage funktioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.