Margaret Bourke – White Moments in History

IMG_0246Derzeit läuft im Kunstfoyer der Versicherungskammer eine Ausstellung mit Bildern der Fotografin Margaret Bourke-White. Die Ausstellung kann man bis zum 1. September 2013 besuchen.

Margaret Bourke-White war zu ihrer Zeit eine der wenigen weiblichen Fotografen in Amerika. Ihre Karriere begann 1927 mit Fotografien der Stahlgießereien in Cleveland. Sie fotografierte Industrieanlagen und Staudämme in der Sowjetunion, die dort gerade unter Stalin den Wandel vom Agrar- hin zu einem Industriestaat vollzog.

In den Dreißigerjahren hielt sie dann in Bildern verschiedene europäische Staaten fest. So z. B. die Tschechoslowakei während der Sudetenkrise. Sie war bei einem Bombenangriff in Tunis und beim Vormarsch der Alliierten in Italien dabei. Sie hielt das Bombardement auf Deutschland und anschließend im Sommer 1945 die zerstörten deutschen Städte in eindrücklichen Aufnahmen fest. Sie war dabei, als das Konzentrationslager Buchenwald befreit wurde und als man die Anwohner gezwungen hat, sich die Leichenberge anzusehen und zu beerdigen.

Sie fotografierte für die Zeitschrift „Life“ Winston Churchill und Josef Stalin. Sie war immer in vorderster Reihe dabei. So wurde ein Truppentransportschiff, auf dem sie mitfuhr von einem Torpedo getroffen. Als die Wehrmacht am 19. Juli 1941 das Bombardement auf Moskau eröffnete, hielt sie den Nachthimmel mit den Leuchtspurgeschossen und den deutschen Leuchtfallschirmen von ihrem Hotelbalkon im Bild fest.

Eine sehr gute Ausstellung mit beeindruckenden Aufnahmen. Dazu gibt es Ausgaben vom Life-Magazin und Bücher mit ihren Bildern zu sehen. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Man sollte in der Ausstellung unbedingt auf die kleinen Pfeile am Boden achten. Die weisen dem Besucher auf einfache Weise den Weg durch die Ausstellung. So kann man nichts übersehen und nimmt auch an ihrer Arbeit in einer chronologischen Reihenfolge teil.

Ein Ausstellungskatalog ist dort für 35 EUR erhältlich.

 

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