Herzogstand und Heimgarten

Die heutige Bergwanderung hat mich vom kostenpflichtigen großen Parkplatz der Herzogstandbahn (3 EUR) in etwa eindreiviertel Stunden zu Fuß auf den Gipfel des Herzogstands geführt. Der Anstieg ist recht moderat, hat jedoch einige anspruchsvolle und felsige Stellen, die meistens mit einem Stahlseil gesichert sind. Dieses dient nur der Unterstützung, ist jedoch eine gute Vorbereitung für die weitere Tour über den Herzogstand hinaus. IMG_0979Man kommt an der Berghütte vorbei, die Ludwig II erbaute und geht den letzten steilen Anstieg zum Gipfelkreuz des Herzogstands hinauf. Am Gipfelkreuz hat man dann die volle Aussicht. Auf der einen Seite liegt der grün und blau schimmernde Walchensee, dessen gekräuselte Oberfläche in der Sonne glitzert und auf der anderen Seite ein Blick bis zum Starnberger See. Auf dem Gipfelkreuz war dann zuerst eine Rast mit Brotzeit angesagt.

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Den Aussichtspavillion habe ich mir gespart, da dort ein ziemlicher Andrang war. Ich bin dann weiter zum Abzweig zum Heimgarten. Dort steht ein Warnschild, dass man wirklich beachten sollte. Der weitere Weg erfordert eine gute Wanderkondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vom Herzogstand geht es dann auf dem Berggrat in zweieinhalb Stunden zum Heimgarten hinüber. Man geht den meistens mit Stahlseilen gesicherten Weg, bei dem es auf der linken und rechten Seite in die Tiefe geht. Trotzdem sind die Stahlseile nur eine Unterstützung und bei gutem Wetter nicht wirklich nötig, da der Weg ziemlich breit ist. Es geht auch über einige steile Felspassagen, bei denen man sich mit beiden Händen an Felsen zur Unterstützung hochzieht. Dieser Weg ist wirklich ein Highlight. Allerdings benötigt man wirklich eine gute Kondition. Auf der gesamten Strecke sieht man daher auch meistens „echte“ Wanderer und kaum Leute mit Turnschuhen. Das letzte Stück zum Gipfel des Heimgartens war für mich jedenfalls eine ziemliche Herausforderung. IMG_0995

Es geht dann weiter bis zum Gipfelkreuz des Heimgarten hinüber. Wenige Meter unterhalb ist eine bewirtschaftete Hütte, bei der man Getränke und eine einfache Brotzeit oder einfache warme Speisen (Nürnberger Bratwürste, Gemüsesuppe) bekommt. Hier sollte man auf jeden Fall nochmals eine Rast einlegen, um sich für die weitere Strecke zumindest mit Getränken zu stärken. (Es gibt übrigens kein alkoholfreies oder Light-Bier.) Hinter der Hütte beginnt dann der Weg hinunter zum Walchensee, der einen in zweieinviertel Stunden wieder zum Parkplatz der Herzogstandbahn und zum geparkten Auto bringt. Der steil abfallende Weg führt an der Ohlstädter Alm vorbei und zwischendurch wieder ein gutes Stück bergauf am Rotwandkopf vorbei. Es geht mitten durch grasende Kuhherden samt Stier. Ansonsten ist der Abstieg im Wald immer wieder mit Holzbalken gesichert. Stahlseilsicherungen sind hier nicht mehr nötig.

Die Strecke ist für einen Gipfel, auf dem eine Bergbahn führt nicht sehr überlaufen. Es ist wirklich eine schöne, aber auch herausfordernde Tour. Vor allem der weitere Weg auf den Heimgarten.

Herzogstand und Heimgarten at EveryTrail

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