Hirschberg

IMG_0321
Panoramaaufnahme am Hirschberggipfel.

Am heutigen Feiertag habe ich das sonnige Wetter für eine Herbsttour auf den Hirschberg genutzt. Bei der Anfahrt nach Scharling hatte ich schon die Befürchtung, erst ewig im Nebel herumlaufen zu müssen. Aber mitten in Tegernsee war der Nebel dann plötzlich wie abgeschnitten und man sah die Sonne.

Die Wandertour startete kurz vor 8 Uhr am Parkplatz des Hirschberglifts in Scharling. Der Parkplatz des Skilifts ist um diese Jahreszeit noch nicht bewirtschaftet, daher kann man dort umsonst parken. Vom Parkplatz ging es über eine Viehweide gleich sehr steil nach oben. Ich hatte heute zum ersten Mal Trekkingstöcke dabei und war schon gespannt, wie sich diese bewähren würden. Auf der teilweise matschigen und dadurch rutschigen Weide haben die Stöcke den Aufstieg sehr erleichtert. Man geht wirklich mitten durch die Herde. Die Kühe haben direkt beim Drehkreuz am Viehgatter gewartet. Ich musste zwei Kühe mit sanfter Gewalt zur Seite schieben um durch das Drehkreuz zu kommen. Ich habe sie aber beim Frühstück wohl nicht sehr gestört. Nach dem sehr steilen Anstieg kommt dann ein leichtes Wegstück. Auf einem Schotterweg geht es durch den Wald nicht besonders steil nach oben bis zur Rauheckalm. Die Alm lässt man buchstäblich links liegen, da der Weg kurz vorher nach rechts abbiegt. Ab hier hat man wirklich ein sehr schönes Bergpanorama.

IMG_0320Der Pfad wird ab hier felsiger und führt schließlich zum Gipfel des Hirschbergs. Man hat zwei Wege um zum Gipfel zu gelangen. Ich habe für den Hinweg den Sommerweg und für den Rückweg vom Gipfel zum Hirschberghaus den schwierigeren Winterweg gewählt. Die Beschilderung ist manchmal sehr „rustikal“. Wegweiser waren manchmal verdreht und es gab auf Felsen gemalte Pfeile und Punkte, die nicht immer eindeutig den Weg gewiesen haben. Ohne GPS und Karte wäre ich an einigen Stellen verzweifelt.

Bis hierhin habe ich lediglich zwei andere Wanderer getroffen. Am Gipfelkreuz war ich zunächst alleine, später kam dann noch ein weiterer Wanderer und schließlich noch ein Dritter hinzu. Auf dem weiteren Weg zum Hirschberghaus waren es dann deutlich mehr Leute, die mir entgegenkamen. Auf dem Winterweg war ich dann allerdings wieder fast alleine. Die Stöcke haben hier sehr geholfen, da die im Schatten liegenden Teile des Weges noch feucht und die Felsen dadurch rutschig waren.

Am Hirschberghaus ging es dann über die Terasse und am Gebäude vorbei zum Abstiegsweg. Manchmal etwas steiler, meistens jedoch eher gemäßigt, ging es in Serpentinen bis zur Talstation der Materialseilbahn und dann auf einem breiten Schotterweg weiter bis Scharling zurück. Bei meinem Abstieg kamen mir regelrechte Völkerwanderungen entgegen. Wie gut, dass ich bereits so früh aufgebrochen war und den Berg noch in aller Ruhe genießen konnte.

In Scharling geht es dann nocheinmal ein kurzes Stück aus dem Ort heraus und auf einem ansteigenden Weg hinüber zum Parkplatz des Skiliftes.

Die Tour war wirklich wie erhofft. Das Wetter war sonnig, aber nicht zu warm. Die Sicht war gut und das Panorama atemberaubend. Nur der Tegernsee lag unter einer dichten Wolkendecke. Die Laubbäume waren bunt verfärbt, aber trotzdem war noch ein Hauch von Sommer vorhanden. Es duftete nach Kräutern und Latschen. Beim Abstieg hörte man im Wald die Hirsche röhren.

Die Trekkingstöcke waren eine große Hilfe beim Aufstieg und entlasteten die Gelenke beim Abstieg perfekt. Nur auf den fast flachen Passagen am Schotterweg waren sie überflüssig und hinderlich. Ich werde aber trotzdem nie wieder ohne Stöcke wandern.

Die Tour war ein perfekter Abschluss der Wandersaison.


Hirschberg at EveryTrail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.