Bierprobe im Hopfenmuseum Wolnzach

Am Samstag stand ein Besuch im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach samt Bierprobe auf dem Programm.

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Im Hopfenmuseum dreht sich alles um Bier und (welch Wunder) um Hopfen. Neben Hopfensenf, Hopfenseife und Nussmus mit Hopfen oder Hopfenkissen kann man noch viel mehr Sachen zum Thema kaufen. Das ist wirkliche Hingabe.

Bei der fast zwei Stunden dauernden Bierprobe drehte sich alles um historische Biere. Dabei probiert man sechs verschiedene Biere, die wirklich nach historischen Rezepten und Methoden gebraut wurden. Zu jedem Bier werden von einem Historiker die interessantesten Fakten und Hintergründe präsentiert. Zwischen den Bieren neutralisiert man den Gaumen mit frischem Schwarzbrot und Mineralwasser.

Die probierten Biere waren eine wirklich Interessante Mischung. Folgende Biere wurden vorgestellt:

Grut Bier – ein Bier ohne Hopfen, dafür mit Kräutern gebraut. Denn in früheren Zeiten gab es trotz Reinheitsgebot nicht nur Bier aus Hopfen. Das Bier erstaunt mit einem „normalen“ Alkoholgehalt, dabei aber mit einem leichten und erfrischend spritzigem Geschmack. Gäbe es dieses Bier zu kaufen, wäre es eine gut trinkbare Alternative im Sommer. In großen Mengen genossen, dann aber mit den entsprechenden Folgen…

Als nächstes dann ein Piwo Grodziskie – ein Grätzer Bier, wie es zu früherer Zeit in Ostpreußen gebraut wurde. Dieses Bier hat einen geringen Alkoholgehalt, aber trotzdem einen kräftigen Geschmack. Zusammen mit dem Grut Bier die beiden Favoriten des Abends.

Die Berliner Weisse 1809 gebraut nach der Art des 19. Jahrhunderts war allerdings dank der Milchsäuregärung wirklich ziemlich sauer und entsprechend schwer zu trinken. Man meinte fast, es habe jemand puren Zitronensaft hineingeschüttet. Kein Wunder, dass man ein solches Bier mit Schuss strecken muss. Nicht wirklich mein Geschmack.

Der Granit Bock in der Bügelflasche war schon wesentlich besser und stärker. Vom Geschmack sehr ausgewogen und malzig. Bei diesem Bier werden erhitzte Steine in den Sud (Steinbier) gegeben. Der enthaltene Zucker karamellisiert am Stein, löst sich anschließend jedoch wieder im Sud und sorgt für einen angenehmen Geschmack des Bieres. Auch dieses konnte man sehr gut trinken.

Das Hopen Koyt – ein historisches Bier aus Haarlem, bei dem Kräuter verwendet werden, war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Mir hat es nicht besonders geschmeckt. Es war schon ziemlich stark und tatsächlich eine Geschmacksexplosion, die jedoch für mein Empfinden irgendwie undefinierbar und nicht wirklich rund war.

Den Abschluss bildete das Methusalem – ein Altbier mit hohem Alkoholgehalt. Vom Geschmack sehr gut und ausgeglichen. Allerdings lässt sich das bei dem Alkohol nicht einfach so wegtrinken.

Alles in allem hat man an diesem Abend einige außergewöhnliche Biere probiert und viel über die Geschichte dieser Biere und des Biers allgemein erfahren. Wirklich eine schöne Veranstaltung, die ich mir mit einem anderen Thema noch einmal gönnen werde.

Mehr Infos auf bierprobes Webseite.

 

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