Pompeji – Leben auf dem Vulkan

Ich habe heute die Ausstellung „Pompeji – Leben auf dem Vulkan“ in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung besucht. Der Eintritt kostet 12 EUR und ist das Geld auf jeden Fall wert. Die Ausstellung ist sehr spannend und informativ.

Fotografie von Sören Bleikertz unter Creative-Commons Lizenz.

Die Ausstellung beleuchtet die beiden antiken Städte Pompeji und Herculaneum und deren Schicksal, als im Jahr 79 n. Chr. der Vesuv ausbrach und die beiden Orte vernichtete. Es beginnt zunächst damit, dass das Leben in diesen Städten beschrieben wird. Es wird unter anderem anhand eines großen palastartigen Wohnhauses eines reichen Bürgers beschrieben. Gezeigt werden Alltags- und Gebrauchsgegenstände, aber auch Schmuck, Fresken und Mosaike. Sehr interessant finde ich auch die Tatsache, dass im selben Häuserblock noch Geschäfte und Schnellimbisse zu finden waren. Die einfachen Bürger wohnten in Mietskasernen. Zum Leben gehörten auch die Gladiatorenkämpfe, auf die in einem extra Raum eingegangen wird. Highlight der Ausstellung ist die restaurierte 24 Meter lange Mosaik-Brunnenwand aus einem Nymphäum im Ort Massa Lubrense an der Südspitze des Golfs von Neapel. Die Hälfte der Brunnenwand wird erstmalig in dieser Ausstellung gezeigt.

Natürlich wird auch auf den Vulkanausbruch eingegangen. Sehr eindringlich sind die Abgüsse der Toten. Menschen und Tiere wurden von Asche bedeckt. Die Körper sind über die Jahrhunderte natürlich verfallen. Es sind aber die Abdrücke in der Asche zurückgeblieben, die mit Gips ausgefüllt wurden. So hat man sehr detaillierte Abdrücke von Menschen und Tieren im Zeitpunkt ihres Todes.

Das Ende der Ausstellung ist dann dem Wiederaufbau der Stadt Herculaneum gewidmet. Pompeji war ja im Gegensatz dazu von einer 20 Meter dicken Ascheschicht bedeckt und wurde daher nicht mehr aufgebaut. Im letzten Raum wird dann auf die Rezeption des Themas in späterer Zeit eingegangen. Ludwig I. war zum Beispiel von Pompeji so beeindruckt, dass er das als Museum konzipierte Pompejianum in Aschaffenburg bauen ließ.

Die Ausstellungsstücke werden ansprechend und modern präsentiert. Alle Objekte sind sehr gut beschildert und mit erläuternden Texten versehen. Auf den erhältlichen Audioguide habe ich daher verzichtet. Die Ausstellung ist wirklich sehr gut besucht, daher hat es an einigen Objekten tatsächlich etwas gedauert hat, bis man dort nahe hinkonnte.

Einen Ausstellungskatalog gibt es für 29 EUR zu kaufen. Außerdem gibt es noch ein umfangreiches Begleitprogramm.

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