Museum Villa Stuck: Im Tempel des Ich

Die aktuelle Ausstellung in der Villa Stuck „Im Tempel des Ich. Das Künstlerhaus als Gesamtkunstwerk“ geht noch bis 2. März 2014.

Jardin Majorelle – Foto von Tipiac (unter GFDL)

Passend zum Künstlerhaus des Malers Franz von Stuck werden in der Ausstellung verschiedene weitere Künstlerhäuser vorgestellt. Dabei handelt es sich um Häuser, die heute noch existieren (z. B. als Museum) oder mittlerweile verschwunden ist oder leider auch nie realisiert wurden.

Mit den vorgestellten Häusern  schufen sich die Künstler ein Umfeld um ganz in ihrer Kunst aufzugehen und verwendeten die Häuser als Inspirationsquelle für ihre Kreativität. Dabei wurden die Häuser selbst zum Gesamtkunstwerk.

Die einzelnen Häuser werden mit Gemälden, Fotografien und teilweise auch mit weiteren selbst geschaffenen Einrichtungsgegenständen oder Werken präsentiert. Immer gibt es zum Haus einen beschreibenden allgemeinen Text, der allerdings ziemlich lang geraten ist, jedoch gerade noch geht. Die einzelnen Stücke sind mit kurzen Beschreibungen versehen. Sämtliche Texte gibt es nur auf Deutsch. Mein Favorit ist das Haus von Monet in Giverny. Eine gut gemachte und interessante Ausstellung, die auch das Atelier von Franz von Stuck in den historischen Räumen mit einbezieht. Hierzu wurden die Wandteppiche entfernt.

Ebenfalls zu sehen sind in der zweiten Ausstellung „Ricochet #8“ Bilder von Jan Paul Evers. Dazu muss man sich ins 2. Obergeschoss begeben. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit den verfremdeten Fotografien nicht viel anfangen konnte. Für mich waren es leider nur ziemlich unscharfe Bildausschnitte mit starker Körnung. So scheint es den zwei anderen Besuchern, die mit mir da waren auch gegangen zu sein. Die waren ebenfalls sehr schnell wieder weg. All zuviel haben sich sowieso nicht hierhin verirrt. Zwar schade – aber es gibt sicher Besucher, die damit etwas anfangen können. Wobei dieser Raum recht versteckt wird. Es könnten ruhig deutlichere Hinweisschilder aufgestellt werden. Wer die Villa Stuck nicht kennt, würde dort oben keine weiteren Ausstellungsräume erwarten.

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