Sonos HiFi-Musiksystem

Ich hatte seit einigen Jahren zwei Squeezeboxen von Logitech in Betrieb. Mir gefiel, dass ich dort Musik von Spotify, Internetradio und auch meine auf der Synology gespeicherte Musiksammlung per WLAN streamen konnte. Leider werden die Squeezeboxen von Logitech nicht mehr gepflegt und das Nachfolgersystem hat nicht denselben Funktionsumfang. Die meisten Funktionen laufen über einen zentralen Server, der leider immer wieder mit (zum Teil tagelangen) Ausfällen geglänzt hat.

Ich habe deshalb beschlossen, etwas mehr Geld auszugeben und in das Sonos HiFi-Musiksystem zu investieren. Dieses funktioniert nicht nur wesentlich besser, sondern hat auch einen beeindruckenden Klang. Mein System besteht aus zwei Play:3 Boxen und einer Play:1 Box. Diese sind jeweils in weiß oder in schwarz erhältlich. Das System habe ich jetzt seit Ende Dezember in Betrieb und bin immer noch begeistert.


Zum Betrieb braucht man eine Bridge, die im LAN hängt und ein getrenntes WLAN aufspannt, dass grundsätzlich ausschließlich von den Sonos-Boxen genutzt wird und auf die synchrone und verzögerungsfreie Musikwiedergabe optimiert wurde. Eine einzelne Box kann man auch per LAN-Kabel einbinden und ohne Bridge nutzen. Dazu muss die Box aber natürlich in der Nähe eines LAN-Anschlusses stehen und man reizt das System dadurch nicht wirklich aus, denn interessant wird es erst bei mehreren Boxen. Die Einrichtung der Bridge erfolgt mit einer App für das Smartphone (iPhone, Android) in wenigen Augenblicken. Über die App erfolgt auch die Aktualisierung der Firmware. Ein entsprechender Hinweis wurde mir bei der erstmaligen Einrichtung angezeigt.

Im Wohnzimmer steht eine Play:3, die drei Lautsprecher aufweist. Der Klang ist wirklich ausgewogen und beeindruckend. Für meine Bedürfnisse ist eine einzelne Box ausreichend. Ich könnte aber noch eine zweite Box aufstellen und als Stereopaar konfigurieren. Es wäre auch noch ein Subwoofer erhältlich, der ebenfalls eingebunden werden kann. Das Verbinden der Box mit der Bridge funktioniert problemlos über einen Tastendruck an beiden Komponenten. Die Konfiguration lässt sich ebenfalls über die App auf dem Smartphone erledigen. Eine weitere Play:3 steht im Schlafzimmer und wird auch als Wecker genutzt. Die Box hat natürlich kein Display zur Zeitanzeige oder ähnliches. Über die App kann man jedoch bequem eine oder auch mehrere Weckzeiten eingeben. Dabei kann man gezielt bestimmte Wochentage wählen. Die Uhrzeit wird über das Internet ständig aktualisiert und auch Sommer-/Winterzeit wird berücksichtigt. Zur Weckzeit wird die vorher eingestellte Quelle (z. B. Spotify oder ein Internet-Radiosende) sanft eingeblendet. Weckwiederholung ist ebenfalls möglich.


Im Badezimmer steht eine Play:1, die ebenfalls trotz der Größe eine unglaubliche Klangfülle aufweist. Die Play:1 ist gegen Feuchtigkeit immun, da die Lautsprecher gekapselt sind. Man kann also wunderbar beim Duschen Musikhören, ohne Schäden an der Box befürchten zu müssen. Trotz der kleinen Größe ist das Gewicht erstaunlich. Das Netzkabel wird von unten in die Box geführt und ist durch die besondere Bauweise ebenfalls gegen Feuchtigkeit abgedichtet.

Bei mir sind die Boxen so konfiguriert, dass sie jeweils eine eigene Gruppe darstellen. Es gibt bei mir also die Gruppen Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad. Mit der App lassen sich diese Gruppen auch zusammenlegen und spielen dann völlig synchron dieselbe Quelle ab. Mit wenigen Klicks lassen sich diese Gruppen auch wieder auflösen. Apps zum Steuern gibt es für das iPhone, für Android-Geräte, für den Mac und für Windows. Darin lassen sich auch die verschiedenen Quellen konfigurieren. Ich nutze zum Beispiel Spotify, verschiedene Internet-Radiosender und auch meine eigene Musiksammlung auf der Synology. Die abgespielte Musik wird an last.fm gescrobbelt (geht nicht bei Radiosendern). Neben Spotify gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Anbietern (Simfy, Amazon Cloud Player, Juke, Napster und noch viele mehr). Ohne diese Apps lässt sich das System nur eingeschränkt nutzen. Man kann an den Boxen lediglich die Wiedergabe pausieren und die Wiedergabe der zuletzt genutzten Quelle wieder aufnehmen.

Ein wichtiger Hinweis betrifft Airplay. Die Angaben von Sonos kann man missverstehen. Wer Airplay nutzen möchte, sollte folgende Hinweise beachten. Dies erspart gegebenenfalls eine Enttäuschung. Das Sonos-System taucht nicht als Ziel für Airplay auf. Es ist zwar möglich eine Airport-Express per Kabel an den Line-In einer Play:5, eines Connect oder Connect:Amp anzuschließen, diese als Airplay-Ziel zu wählen und Musik darüber wiederzugeben. Dies funktioniert jedoch nur bei den genannten drei Komponenten und die Airport Express muss dann auch tatsächlich in der Nähe dieser Komponenten stehen, da eine Kabelverbindung nötig ist. Mit der Sonos-App kann man Lieder auf dem iPhone oder iPad ebenfalls drahtlos wiedergeben. Dies geht aber nur mit den direkt auf dem streamenden Gerät gespeicherten Liedern. So kann man z. B. Podcasts von Instacast nicht wiedergeben, da die Sonos-App diese nicht erkennt. Airplay ist daher mit Sonos leider nicht besonders gut und flexibel zu benutzen. Da ich darauf keinen Wert gelegt habe, vermisse ich es nicht wirklich. Trotzdem ist es jedoch schade, denn dies würde das Sonos-System wirklich abrunden.

Ansonsten hat sich die Anschaffung jedoch wirklich gelohnt. Der Klang ist spitze. Das System habe ich jetzt bereits seit einigen Monaten in Gebrauch und es hat bisher problemlos funktioniert. Die Komponenten sind zwar nicht gerade billig, der Preis ist jedoch mit Blick auf die hochwertige Verarbeitung und den Klang durchaus angemessen. Die Einrichtung geht schnell. Im täglichen Gebrauch ist nicht viel zu beachten. Die Apps zur Steuerung sind einfach und verständlich aufgebaut.

Es gibt noch weitere Komponenten. So lässt sich beispielsweise ein Surroundsystem aufbauen oder auch eine vorhandene Stereoanlage mit Endstufe und Boxen integrieren. Näheres im Sonos-Shop Amazon. Zu den nutzbaren Musikquellen verweise ich auf die Sonos-Homepage.

(Hinweis: Verklinkungen auf Amazon sind Affiliate-Links.)

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