Riederstein und Baumgartenschneid

P1000155Die jährliche Tour am Tag der Deutschen Einheit zum Abschluss der Wandersaison hat mich heuer vom Tegernsee auf den Baumgartenschneid geführt. Ich bin den entsprechenden Anweisungen der Tourenkarte der Zeitschrift „Bergsteiger“ gefolgt und habe zum ersten Mal auf das GPS verzichtet. Das hat mit der Tourenkarte wunderbar funktioniert.

Auf der Anfahrt herrschte dichter Nebel. Ich habe aber darauf gebaut, dass mich meine Tour aus der dichten Wolkendecke hinausführt und wurde auch nicht enttäuscht. Bereits kurz vor Tegernsee war der Nebel verschwunden und meine Wanderung verlief im Sonnenschein.

Man startet vom kleinen Parkplatz am Sonnleitenweg beim Abzweig Bräuweg. Dazu geht es zuerst ein Stück auf der Straße zurück, die man gerade hochgefahren ist. Anschließend dann nach rechts auf eine gesperrte Asphaltstraße. Am Waldrand zweigt ein schmaler Pfad in Richtung Pfiegeleck, Galaun ab. Im Wald bergauf bis zum Pfliegeleck. Nach nicht ganz einer Stunde kommt man am Gasthaus Galaun vorbei. Direkt dahinter geht es nach links auf einen Treppenweg, der gleichzeitig ein Kreuzweg ist. Man kommt an den einzelnen Stationen und einer kleinen Grotte vorbei. Auf dem Gipfel des Riedersteins ist eine kleine Kapelle gebaut. Dort ist ein idealer Ort für eine kleine Rast. Der bisherige Aufstieg im Wald war recht schattig, dort oben hat man aber einen wunderschönen Ausblick im Sonnenschein.

Anschließend muss man wieder ein Stück den Aufstiegsweg hinunter und folgt der Beschilderung Richtung Baumgartenschneid. Der Weg im Wald ist die fordernste Strecke. Der Pfad verläuft wieder im Wald und das Herbstlaub am Boden macht es manchmal schwierig, den Weg zu finden, vor allem weil einige Markierungen schon verblasst sind. Der Pfad ist schmal, im Vergleich zum Aufstieg meiner letzten Tour von der Valepp, kam er mir aber wie eine breite Straße vor.

Wenn man aus dem Wald heraustritt, sieht man schon den freien Gipfelgrat und das Gipfelkreuz auf dem Baumgartenschneid. Auf dem Gipfel gab es dann im Sonnenschein endlich wieder eine richtige Gipfelbrotzeit und nach kurzer Rast ging es auf der anderen Seite Richtung Baumgartenalm hinunter. An den Almgebäuden rechts vorbei in Richtung Tegernsee und in Serpentinen auf einem Waldweg relativ steil hinunter. Der Weg war ziemlich matschig und auch hier musste man richtig aufpassen, den Weg im Herbstlaub nicht zu verlieren. Vor allem, weil ständig abkürzende Trampelpfade und Rückegassen für Holz vom Weg abzweigen.

Bald stößt man auf eine Schotterstraße (den Prinzenweg) und geht nach links. Hier ging es wie am Fahrradweg auf der Ludwigstraße zu. Ständig kamen Mountainbiker und sogar ein Auto, die sich mühsam den Weg hochquälten. Vom Prinzenweg biegt man nach rechts auf einen Fahrweg ab. Man folgt den Schildern Richtung Tegernsee ins Alpbachtal. Dort geht es ein gutes Stück auf diesem Fahrweg am Alpbach entlang. Schließlich zweigt links ein Weg (Beschilderung: Tegernsee über Auerweg) ab, dem man folgt. Man darf sich nicht stören lassen, dass es zunächst wieder etwas bergauf geht. Dafür sind hier aber zum Glück keine Mountainbiker mehr. Man folgt den Weg einfach immer weiter (an der Gabelung rechts halten) und trifft schließlich wieder auf den Aufstiegsweg oberhalb des Parkplatzes in Tegernsee. Nach 4 1/4 Stunden war ich wieder am Auto.

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Interessanterweise war jetzt plötzlich eine dichte Wolkendecke über dem Tegernsee, die am Morgen noch nicht da war. Auch die Heimfahrt erfolgte wieder im Nebel, der allerdings nicht ganz so dicht war, wie am Morgen. Es ging an der langen Schlange vorbei, die sich Richtung Tegernsee bewegte und sich bis auf die A8 erstreckte.

Die sonnige Tour durch den herbstlichen Wald war eine wunderschöne Wanderung zum Abschluss der Saison.

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