Amazon Fire TV Stick

Zum einfachen Nutzen von Amazon Prime Instant Video habe ich mir den Fire TV Stick gekauft. Es handelt sich dabei um einen Streaming-Stick, der direkt in die HDMI-Buchse des Fernsehers gesteckt wird. Es liegt auch ein kurzes Kabel bei, wenn der Stick nicht direkt eingesteckt werden kann, wenn z. B. der Fernseher direkt an die Wand montiert wurde. Der Stick benötigt eine Stromversorgung. Ein Netzteil und eine Fernbedienung liegen ebenfalls bei. Bei der Fernbedienung handelt es sich nicht um die Variante mit Sprachsuche, die bei der Fire TV Box dabei ist. Ansonsten sind die Funktionen jedoch gleich. Die Fernbedienung mit Sprachsuche kann nachgekauft werden.

Der Stick wird über den Fernseher eingerichtet und mit dem WLAN verbunden. Amazon Prime Instant Video ist bereits mit dem Amazon-Konto des Bestellers verbunden und funktioniert sofort, zumindest wenn man Prime-Kunde ist. Das Amazon-Konto kann man jedoch auch ändern. Es ist auch möglich, weitere Apps (z. B. Netflix) zu installieren. Für anspruchsvolle leistungshungrige Spiele reichen die Reserven des Sticks nicht aus, doch dazu gleich mehr.

Der Stick funktioniert auf den ersten Blick recht gut. Ich finde es sehr schön, dass man keinen Kasten herumstehen hat. Der Stick ist hinter dem Fernseher nicht zu sehen. Die Fernbedienung funktioniert sehr gut, da sie mit Bluetooth arbeitet und keine Sichtverbindung benötigt. Leider verflüchtigt sich der gute erste Eindruck im Laufe der weiteren Nutzung. Die Leistung des Fire TV Sticks liegt deutlich unter der des größeren Fire TV und das merkt man deutlich. Ich nutze den Stick ausschließlich für das Streamen von Prime Instant Video oder von Netflix. Vor allem seit dem letzten Update, dass X-Ray gebracht hat, stottert die Wiedergabe von Prime Instant Video. Dabei werden beim Start eines Videos automatisch Informationen über die Schauspieler eingeblendet. Die Funktion lässt sich jederzeit auch per Knopfdruck aufrufen. Es fällt jedoch deutlich auf, dass die Wiedergabe während der Einblendung kurz stockt. Aber auch während des laufenden Videos ist oftmals ein mehr oder weniger starkes Ruckeln zu sehen. Vor allem bei Kameraschwenks fällt dies auf. Bei Netflix kam es wiederholt zu Pausen bei der Wiedergabe, die teilweise 2–3 Sekunden andauerten.

Die Auswirkungen hängen damit zusammen, dass die Bildwiederholfrequenz vom Fernseher und von den Videos nicht gleich ist und der Stick daher umrechnen muss. Bei dieser Rechenleistung fallen die mangelnden Leistungsreserven sofort auf und äußern sich in Rucklern oder kurzen Unterbrechungen. Die Bildwiederholfrequenz der Videos ist unterschiedlich und daher fallen die Auswirkungen mehr oder weniger stärker auf. Manche Videos werden auch ohne Probleme abgespielt.

Als Fazit muss ich jedoch sagen, dass ich vom Fire TV Stick etwas enttäuscht bin. Die Wiedergabe von gestreamten Videos entspricht nicht meinen Erwartungen. Statt dessen greife ich lieber zum leistungsfähigeren Amazon Fire TV zurück. Die Box ist größer als der Stick und wesentlich leistungsfähiger. Hier treten keinerlei Ruckler auf. Die Informationen von X-Ray werden sanft ein- und wieder ausgeblendet ohne dass das Video ruckelt. Leider kostet die Box auch mehr als das Doppelte. Die Fernbedienung mit Sprachsuche ist enthalten und die Leistung reicht auch für Spiele aus. Ein Controller kann gesondert erworben werden. Auch ist ein HDMI-Kabel nötig, dass nicht im Lieferumfang enthalten ist und ebenfalls gesondert gekauft werden muss. Die Oberfläche ist mit der des Fire TV Stick identisch. Das Streaming funktioniert mit dem Fire TV einwandfrei, weswegen ich den Fire TV dem Fire TV Stick vorziehe und empfehlen kann.

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