Hochgern

Heute habe ich eine fünfstündige Tour von etwas über 17 km auf den Hochgern unternommen. Dabei handelt es sich um einen 1.744 m hohen Gipfel in den Chiemgauer Alpen. Die Wanderung, bei der 1.120 Höhenmeter zu überwinden sind, beginnt am Wanderparkplatz in Au, einem Ortsteil von Unterwössen. Der kostenlose Parkplatz ist mit dem Navi unter der Adresse „Unterwössen, Hochgernstraße 66“ zu finden und liegt schön schattig am Waldrand. Bei dem heutigen Wetter ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Chiemseeblick

Man startet vom Wanderparkplatz und geht auf der Asphaltstraße nach Wiesen bis zur Straßengabelung. Der Asphalt geht dann gleich in einen Schotterweg über. An dieser Stelle zweigt der Wanderweg scharf links ab und führt als schmale Kiesstraße bergauf. Nach einiger Zeit stößt man dann auf einen breiten geschotterten Fahrweg. Hier geht man nach rechts den Berg hinauf und hält sich an die Wegweiser zur Agergschwendalm. Bis zu dieser Alm führt der Weg mehr oder weniger im Wald empor. Das bedeutet zwar, dass man nur an wenigen Stellen einen Ausblick hat, aber dafür ist es auch schön angenehm schattig. Erst an der Agergeschwendalm tritt man aus dem Wald heraus.

An der Agergschwendalm geht es vorbei und in Kehren bis zur Enzianhütte. Hier einfach den Wegweisern zum Hochgernhaus bzw. Hochgerngipfel folgen. Der Weg verläuft bis hier auch wieder mehr oder weniger im Wald, bietet aber trotzdem hin und wieder schöne Ausblicke. Die Enzianhütte war heute wegen Heuernte geschlossen. Kurz danach kommt man am Hochgernhaus vorbei, dass man sich schon mal für den Rückweg vormerkt.

Ab jetzt geht man auf einem guten festgetretenen Weg über Wiesenhänge nach Osten und folgt über dem Bergrücken den Wegweisern zum Hochgerngipfel. Es gibt mehrere Varianten. Man kann sich aber nicht wirklich verirren, da man bergauf eigentlich immer auf den Gipfel kommt. Ich empfehle den ausgeschilderten Weg zum Gipfel, der zwar etwas länger ist, dafür aber nicht so stark ansteigt. Oben am Hochgern hat man die Wahl, ob man zuerst zum Gipfelkreuz oder zu der danebenliegenden kleinen Blechkapelle geht. Ich habe zuerst die Variante zum Gipfelkreuz gewählt und dort nach dem zweieinhalb Stunden dauernden Aufstieg erst einmal die Gipfelbrotzeit ausgepackt. Anschließend habe ich dann von der Kapelle ein Foto gemacht und bin auf dem Aufstiegsweg wieder abgestiegen.

Relativ schnell ist man wieder an der Hochgernhütte. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mich mit einem köstlichen Weißbier erfrischt. Es geht doch nichts über ein kühles Getränk, wenn man bei hochsommerlichen Temperaturen in den Bergen unterwegs ist. Es war während der ganzen Zeit angenehm warm, aber auf dieser Höhe natürlich keineswegs unangenehm stickig. Erst kurz vor dem Talort wurde es an den sonnigen Abschnitten sehr warm. Es gibt aber immer wieder Gelegenheiten, sich zu erfrischen. Also zum Beispiel hier:

Nach guten eineinhalb Stunden kommt man wieder am Wanderparkplatz an, wenn man immer schön der Beschilderung „Unterwössen über Au“ folgt.

Eine schöne Tour bei traumhaften Wetter. Bis zur Hochgernhütte handelt es sich um eine einfache blaue Tour. Weiter zum Hochgerngipfel ist es dann den Wegweisern nach eine anspruchsvollere rote Tour. Allerdings muss ich sagen, dass auch dieser Teil nicht wirklich schwer war. Es handelt sich um Schotterwege oder um festgetretene Pfade mit nur wenig Felsanteil. An wenigen Stellen war der Weg zwar ausgewaschen, aber trotzdem fest. An keiner Stelle musste man für kleine Klettereinlagen die Hände zur Hilfe nehmen.

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