Stadtlauf München 2015

Heute habe ich mit 20.081 anderen Läufern am Stadtlauf München teilgenommen. Wie schon letztes Jahr habe ich mich für die 10 km-Strecke entschieden. Während letztes Jahr niedrige Temperaturen und Dauerregen die Stimmung trübten, war es heute etwas bewölkt. Zwischen den Wolken kam die Sonne heraus und sorgte für Temperaturen, die einen noch mehr zum Schwitzen brachten. Umso wichtiger wurden dadurch die beiden Verpflegungsstationen auf der Strecke.IMG_0090

Auf der Fahrt zum Marienplatz wurde ich in der U-Bahn tatsächlich kontrolliert. Das Laufshirt wurde aber ohne Zögern sofort akzeptiert. Die Kontrolleure fragten mich noch, wie lange der Halbmarathon dauert und wann der 10 km-Lauf startet. Außerdem wunderten sie sich, wieso so viele Läufer mit der U-Bahn nach Riem fuhren, wo doch der Start und das Ziel des Stadtlaufs am Marienplatz liegen. Dies konnte ich aber klären, denn in Riem fand heute der Color Run München statt.

Nach meinem Debüt im letzten Jahr wusste ich, was mich erwartet. Ich war daher rechtzeitig im Umkleidezelt und gab anschließend meine Tasche im Zelt der Gepäckaufbewahrung ab. Eine gute halbe Stunde vor dem Start stellte ich mich gleich an den Anfang des zweiten Startblocks, der diesmal in der Rosenstraße platziert war. Verblüffenderweise musste ich feststellen, dass sich immer wieder Läufer in den ersten Startblock stellten, die ganz eindeutig nicht in der körperlichen Verfassung waren, die 10 Kilometer in unter 45 Minuten zu laufen. Einigen kamen dann wohl doch Zweifel an der gewählten Position und sie verließen den ersten Startblock. Das Gedränge wurde immer größer, je näher der Startzeitpunkt um 10:35 Uhr kam.

Die Startblocks wurden dieses Jahr getrennt gestartet. Pünktlich ging der erste Startblock auf die Strecke. Mein Startblock ging sieben Minuten danach auf die Strecke. Wie beim letzten Mal ging es an der Residenz und Feldherrenhalle vorbei in den Hofgarten und dann in den Englischen Garten, wo uns noch Läufer des um 8 Uhr gestarteten Halbmarathons entgegenkamen. Anfangs kam ich ganz gut in mein Tempo, da man auf der breiten Laufstrecke die langsameren Läufer gut überholen konnte. Viele hatten sich wohl mit dem Lauftempo verschätzt oder sich darüber keine Gedanken gemacht. Im Englischen Garten war es auf den Wegen dann leider ein ziemliches Gedränge. Hier war es mir nicht möglich, mein Lauftempo zu halten. Immer wieder dachte ich, dass ich eigentlich schneller Laufen könnte, als dies gerade die Platzverhältnisse zuließen. Immer wieder schlängelte ich mich an anderen Läufern vorbei, wo dies möglich war. Allerdings kostete mich das ziemlich Zeit und ab Kilometer sechs befürchtete ich, dass es mit der anvisierten Zielzeit wohl nichts werden würde.

Immer wieder feuerten einen die Zuschauer an und die Sambagruppen sorgten für den nötigen Laufschwung. Es ging kurz in den Nordteil des Englischen Gartens und dann wieder zurück in den Südteil. Die Verpflegungsstationen nutze ich, um Wasser zu trinken. In der Unterführung zum Hofgarten überholte ich den letzten Läufer des Halbmarathons. Es handelte sich um Wilhelm Stürmer, der bereits beim ersten Stadtlauf im Jahr 1979 mitlief und mit 80 Jahren der älteste Läufer war. Er finishte den Halbmarathon ohne Gehpausen in 3:45:32. Hier sage ich nur Respekt.

Auf der wieder etwas breiteren Laufstrecke in der Galerie- und Ludwigstraße habe ich das Tempo angezogen und konnte noch einige Läufer überholen. Allerdings reichte es nicht mehr, um den Rückstand aufzuholen. Daher beendete ich den Lauf mit 56:19 Minuten und war dadurch zwar schneller als im letzten Jahr, jedoch über meiner Zeit vom München-Marathon 2014 und sogar der vom Citylauf 2015 in Ansbach. Eigentlich hatte ich 52 oder 53 Minuten angepeilt und war etwas enttäuscht. Meine Zeiten beim Training hätten eine solche Zielzeit hergegeben.

Die Zielverpflegung war mit Äpfeln, Bananen, Brezen und Getränken wieder einwandfrei. Sehr schön war auch zu beobachten, wie verschreckte Touristen zwischen den verschwitzen Läufern herumirrten, die zu den einzelnen Verpflegungsständen strömten. Neu war auch, dass an die Läufer Finishermedaillen ausgegeben wurden, wie sie ja bei anderen Läufen schon üblich sind.

Nach dem verregneten Lauf im letzten Jahr war der heutige Lauf, trotz der Zielzeit, ein Erlebnis. Hier geht es zur Bildergalerie.

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