Bauernwand

Bauernwandgipfel
Gipfel der Bauernwand

Die Bauernwand (1.580 m) befindet sich in den Chiemgauer Alpen in der Nähe der Kampenwand und ist recht unbekannt. Der Gipfel ist in keiner Karte verzeichnet und im Gegensatz zur Kampenwand sind hier kaum Wanderer unterwegs. Daher habe ich heute eine Wandertour zu diesem Gipfel unternommen. Die extrem heißen Temperaturen merkt man hier nicht. Zunächst wandert man im Schatten durch Wälder und in Gipfelnähe hat man zwar warme, aber frische Luft und ab und zu leichten Wind.

Die Tour beginnt am Wanderparkplatz im Aschauer Ortsteil Hainbach. Das Parken kostet 2 EUR pro Tag. Der Parkplatz ist in einen kleineren Teil und einen größeren Teil aufgeteilt. Man parkt im kleineren Teil, da hier der Wanderweg gleich links abzweigt. Der Automat mit den Parktickets steht genau zwischen dem kleinen und größeren Teil und ist sogar durch einen Wegweiser ausgeschildert.

Man startet auf dem asphaltierten Fuß-/Fahrradweg am Parkplatz und geht auf der Straße zu einigen Wohnhäusern hinauf. Am Ende der Straße geht der Weg in einen Schotterweg über, der im Klausbachgraben am Klausbach entlang mit mäßiger Steigung weiterführt. Am Ende des Klausbachgrabens wird es etwas steiler und man kommt zur Abzweigung Dalsenalm. Hier dann nach links auf die Forststraße und nicht geradeaus über die Weiden.

Man kommt dann nach kurzer Zeit seitlich auf die Forststraße zur Hofbaueralm. Hier kann man die geschotterte Straße überqueren und an einem kleinen Forsthaus vorbei auf einen schmalen Pfad zur Hofbaueralm gelangen, indem man den roten Markierungen auf den Felsen folgt, oder über die geschotterte Forststraße auf der etwas längeren, dafür aber nicht so steilen Forststraße zur Hofbaueralm, wenn man bei der Einmündung der Forststraße nach links bergauf folgt.

An der Hofbaueralm geht es über den Weidezaun auf einem Pfad über die Almwiesen weiter, indem man dem Wegweiser „Kampenwand“ folgt. Man kommt an der Hausruine der 1920 aufgegebenen Huberalm vorbei, die von Kühen umringt war. Ein kurzes Stück nach der Huberalm verlässt man den Weg und geht über einen steilen Wiesenhang durch eine Latschengasse bergauf. Hier gibt es keinen richtigen Pfad, daher ist die Stelle etwas schwer zu finden. Man kann sich an dem an einem Felsen angebrachten Gedenkkreuz orientieren. Wenn man oben angekommen ist und man mitten über eine Almwiese (ohne Pfad) weiter bergauf geht, sieht man bereits den Gipfel der Bauernwand (siehe Titelfoto).

Der Gipfel ist von einem dichten Gürtel aus Latschen umgeben. Es gibt hier eine enge Latschengasse, die sehr schwer zu finden ist. In einer schmalen Felsenrinne geht es über Felsenstufen zum Gipfel hinauf. Diese Stelle ist meiner Meinung nach die steilste und schwierigste Stelle, da man sich hier teilweise mit den Händen an Felsvorsprüngen nach oben ziehen muss.

Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz Hainbach. Die Tour führt die meiste Zeit in Felseinschnitten und Wald nach oben und bietet so gut wie keine Ausblicke. Erst ab der Hofbaueralm öffnet sich der Blick etwas. Kurz unterhalb des Gipfels der Bauernwand hat man dann weitere Ausblicke, die allerdings meiner Meinung nach nicht so spektakulär sind. Eine nette Tour von 4 bis 4:45 Stunden, aber nicht wirklich umwerfend. Hier liegt der Reiz im Naturerlebnis und in der Ruhe und Einsamkeit, nur unterbrochen von den Kuhglocken, und dem Duft der Latschen und der Bergkräuter.


 

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