Feichteck, Karkopf und Hochries

StoamanndlAuf meiner heutigen Bergtour habe ich gleich drei Gipfel in den Chiemgauer Alpen besucht. Die Wanderung begann am Waldparkplatz Spatenau. Die Parkgebühren betragen 2 EUR für den ganzen Tag. Man sollte unbedingt den Kontrollabschnitt hinter die Windschutzscheibe legen, sonst kassiert man einen Strafzettel. Der Fahrer des Wagens, der neben mir parkte, wird das mittlerweile auch festgestellt haben 🙂

Vom Wanderparkplatz folgt man den Wegweisern zum Feichteck. Es geht gleich auf einem engen steinigen Fußweg im dichten Wald bergauf. Man quert eine Fahrstraße und geht auf dem Fußweg weiter den Berg hinauf. Nach einiger Zeit stößt man wieder auf die Fahrstraße und folgt der mittlerweile betonierten Straße nach rechts. Dann hält man sich an die Wegweiser zur Doaglalm. Hier hat man auf dem Hochplateau bereits einen beeindruckenden Blick auf die Gipfel. Kurz vor der Alm (man kann diese schon sehen) geht es an einer Gabelung nach rechts und auf dem betonierten Fahrweg bergauf. Nachdem man eine Schranke passiert hat, führt der jetzt geschotterte Weg deutlich steiler bergan. Nach einiger Zeit zweigt scharf nach links ein kleiner Weg ab, der mit einem alten Schild „Abkürzung Feichteck“ gekennzeichnet ist. Das Schild ist fast in einen Baum eingewachsen und daher nicht sofort zu erkennen.

Am Ende dieses Wegs kommt man wieder auf einen Fahrweg und geht diesen bergauf nach links weiter. Gleich danach zweigt nach rechts ein alter geschotterter Fahrweg ab. Man folgt nicht dem schmalen Pfad „Ewaldweg“, sondern geht am Ewaldweg-Schild vorbei weiter auf dem Schotterweg bergauf. Der alte Forstweg geht dann in einen Weg aus zwei Betonstreifen über und ist an einigen Stellen von Pflanzen überwachsen. Am Ende des Forstwegs kommt man am Wiesensattel zwischen Karkopf und Feichteck heraus. Bis zu dieser Stelle verläuft der Weg meistens im Wald und bietet nur an wenigen Stellen Ausblicke. Ab dem Wiesensattel hat man jedoch Aussicht satt.

Jetzt geht man zunächst nach rechts und folgt dem Schild „Feichteck“. An einer Gabelung hält man sich rechts und folgt dem nicht ausgeschilderten Fußweg zum Gipfel. Das letzte Stück des Gipfelanstiegs ist felsig und erfordert vor allem beim Abstieg Trittsicherheit. Vorher bewundert man jedoch die Aussicht am Gipfelkreuz und stärkt sich erstmal mit einer Brotzeit. Anschließend geht es auf dem Aufstiegsweg wieder zum Wiesensattel zurück zum Ende des Forstwegs. Man geht daran vorbei und folgt den Wegweisern „Karkopf“. Der Aufstieg zum Karkopf ist nicht besonders lang, erfordert jedoch Erfahrung und Trittsicherheit. Zunächst geht es noch moderat bis zum Beginn des Südkamms bergauf. Für den Gipfelanstieg über den Kamm packt man seine Wanderstöcke in den Rucksack, denn jetzt braucht man beide Hände zum Klettern. Der Aufstieg ist zwar steil, jedoch findet man fast wie in einer Kletterhalle viele Griffe und Tritte um sich wie auf einer sehr steilen Treppe nach oben zu ziehen. Behält man an dieser Stelle einen kühlen Kopf und sucht sich sorgfältig die richtigen Stellen im Fels, ist man nach kurzer Zeit auf dem flachen Gipfel des Karkopfs. Ich fand den Abstieg vom Feichteck (blauer Weg) fast schlimmer, als den Aufstieg auf den Karkopf (schwarzer Weg).

Oben am flachen Gipfel ist wieder Zeit sich nochmal zu stärken. Danach steigt man genau auf der anderen Seite wieder ab. Der Weg ist deutlich einfacher und führt um den Karkopf herum, nicht besonders steil zu einem weiteren Bergsattel hinab. Der Weg ist ziemlich überwachsen und man muss manchmal etwas suchen, wo es weitergeht. Unten am Bergsattel sieht man bereits den Wegweiser nach links zum Abstiegsweg.

Unter der Woche kann man es jedoch auch wagen und zum Hochries weiterwandern. Am Wochenende wäre dieser Gipfel jedoch dank der Bergbahn zu überlaufen. Man folgt also dem Wegweiser „Hochries“ und geht wieder bergauf. Es geht auf einem felsigen Weg nicht besonders steil bis zum Hochries-Gipfelkreuz. In der Hochrieshütte kann man sich mit einem Gipfelbier stärken. Danach auf dem Aufstiegsweg wieder zurück bis zum Bergsattel bis zum Wegweiser zum Abstiegsweg, der in dieser Richtung jetzt nach rechts abzweigt und bergab führt. Gleich danach geht es rechts ab zur Seitenalm weiter bergab. Hier gab es ein paar Regentropfen, die jedoch vorüber waren, sobald ich den Regenschutz auf dem Rucksack angebracht hatte. Vor der Alm geht es nach links weiter. Man folgt einem alten DAV-Wegweiser „Grainbach“. In Serpentinen geht es jetzt bis zur Wiesenmulde der Wimmeralm bergab. An der Wimmeralm vorbei folgt man dem Schotterweg und geht am Waldrand bergab. Schließlich stößt man auf eine Almstraße, die zur Doaglalm abzweigt. Hier könnte man nocheinmal Rast machen (Montag Ruhetag!). Ab hier wandert man auf dem bekannten Aufstiegsweg wieder zurück zum Wanderparkplatz Spatenau.

Die Wanderung bietet im Wald nur an einigen Stellen Ausblicke auf die Umgebung. Das Hochplateau der Doaglalm bietet bereits einen schönen Blick auf die Gipfel. Ab dem Wiesensattel zwischen Karkopf und Feichteck hat man dann ständig spektakuläre Ausblicke in das Voralpenland Richtung Chiemsee und in die Alpen. Das bleibt bis zum Abstieg nach der Wimmeralm so.

Die Wanderung ist mit 5 1/4 Stunden (einschließlich Rast) nicht besonders schwer. Lediglich die Passage kurz unterhalb des Gipfelkreuzes am Feichteck ist beim Abstieg etwas anstrengend und die kleine Klettereinlage beim Aufstieg auf den Karkopf erfordert Konzentration. Ansonsten ist die Wanderung leicht machbar. Feichteck und Karkopf sind nicht überlaufen und am Hochries war heute auch nicht besonders viel los. Die Tour ist einer meiner Favoriten. Wann kann man schon einmal drei Gipfel auf einmal besuchen.

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