Science Busters im Volkstheater

Gestern trat im Münchner Volkstheater die schärfste Science-Boygroup der Milchstraße auf. Ich rede natürlich von den Science Busters. Diese bestehen aus dem Trio Martin Puntigam, Heinz Oberhummer von der TU Wien und normalerweise Werner Gruber von der Universität Wien. Diese sind mit ihrer neuen Show „Das Universum ist eine Schießgegend“ in Österreich und Deutschland unterwegs und waren am 18. Oktober in München.

 

Werner Gruber ist zur Zeit erkrankt und wurde daher vom Astronomen Florian Freistetter vertreten. Ich war sehr gespannt, die Show und deren Protagonisten einmal live zu sehen. Ich kannte die vorherigen Shows der Science Busters von 3Sat und von ihrem Podcast auf fm4. Florian Freistetter ist mir natürlich auch durch sein Blog Astrodicticum Simplex, seinem Podcast „Sternengeschichten“ und von WRINT Wissenschaft mit Holger Klein bestens bekannt.

 

Schon im Laufe des Tages postete Florian Freistetter auf Twitter ein Bild vom Theatersaal.

Die Show begann um kurz nach 19:30 Uhr mit der Begrüßung durch Martin Puntigam. Heinz Oberhummer und Florian Freistetter wurden dem Publikum vorgestellt und wir erhielten auch die Information, dass sich Werner Gruber auf dem Wege der Besserung befindet.

 

Zunächst wurden Themen angeschnitten, die ich schon aus den bisherigen Shows kannte. Die Begeisterung von Heinz Oberhummer, wenn er über wissenschaftliche Erkenntnisse berichtet, war wirklich ansteckend. Die trockenen Anmerkungen von Martin Puntigam führten immer wieder zu Gelächter im Publikum. Heinz Oberhummer und Florian Freistetter gingen auch auf die vor kurzem vergebenen Nobelpreise für Physik und Chemie ein und erläuterten die dahinterstehenden Forschungsarbeiten und Ergebnisse.

 

Heinz Oberhummer nahm natürlich auch seine Gitarre zur Hand und spielte auf seine bekannte Art „Born to be wild“. So wurden auf anschauliche, spannende und lustige Art verschiedene wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt und erläutert. Florian Freistetter machte einen Versuch mit Trockeneis, jonglierte mit drei Eiern und sagte dabei die Zahl Pi bis auf die 39. Nachkommastelle aus dem Gedächtnis auf und schließlich bildete ein Komet den Höhepunkt, den beide Wissenschaftler auf der Bühne aus den ungefähren Einzelbestandteilen zusammenrührten. Heraus kam tatsächlich ein gefrorener Klumpen aus Eis und Staub. 

Es wurde auch auf die neuesten Erkenntnisse über die „Aliens, die ihren Stern einmauern“ oder auf die „Todesblase im Universum“ eingegangen.

 

Florian Freistetter hat Werner Gruber würdig vertreten. Die unnachahmliche Art von Werner Gruber ist natürlich unmöglich zu kopieren. Deshalb hat Florian Freistetter dies auch nicht versucht. Heraus kam eine lustige abwechslungsreiche Show, die auch mir als Amateurastronomen noch Dinge vermittelt hat, die ich noch nie gehört habe.

 

Die Vorstellung war kurz vor 22 Uhr aus. Zwischendurch gab es noch eine Pause von 20 Minuten. Im Anschluss daran konnte man deren Buch kaufen und signieren lassen oder auch nur einfach allen drei Fragen zur Show oder zum Universum stellen.  Die Stimmung im Publikum war nach der Show wirklich ausgezeichnet. Die Leute redeten noch vor dem Theater auf dem Nachhauseweg von den Science Busters.

 

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