Das Kunstfoyer München

P1000355Das Kunstfoyer München zeigt noch bis zum 24. Januar 2016 die Ausstellung “Genesis” des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Dort sind 245 Schwarzweißfotografien zu sehen, die faszinierende Einblicke in unberührte Natur und indigene Völker bieten.

Der Kriegs- und Krisenfotograf Sebastião Salgado ist als ehemaliges Mitglied der Agentur Magnum der Öffentlichkeit vor allem durch seinen Dokumentarfilm “Das Salz der Erde” und der Aufnahmen vom Attentat auf Ronald Reagan bekannt geworden.

Die Fotografien sind in fünf verschiedene Bereiche unterteilt, die durch eine unterschiedliche Wandfarbe in den einzelnen Abteilungen unterstützt wird. In “Im Süden” geht es um die Galapagosinseln, die Antarktis und den Südatlantiks. Hier sieht man Pinguine, Seelöwen und Wale. In “Zufluchtsorte” geht es um Madagaskar, Sumatra und West-Papua. Hier werden vor allem indigene Völker gezeigt. In “Afrika ”geht es um Großwild, Sanddünen und Wüstennomaden aus dem Sudan. “Nördliche Welten” handelt von Rentierherden am Polarkreis, von der Kamtschatka-Halbinsel und Alaska. Zum Schluß geht es nach “Amazonien und Pantanal”. Hier sieht man Fotografien von Alligatoren und Jaguare am Amazonas und indigene Dschungelvölker.

Die Fotografien sind durchaus beeindruckend. Allerdings habe ich mich bei einigen gefragt, warum diese nicht die überragende Schärfe und den großen Kontrastumfang bieten, wie man das sonst von Schwarzweißaufnahmen kennt. Vor allem die Aufnahmen von 2004 bis 2007 zeigen starkes Bildrauschen und grobes Korn und haben mich von der Qualität (nicht von der Bildkomposition und vom Inhalt) fast etwas enttäuscht. Dazu kommt noch, dass sich die Bildunterschriften bei einigen Aufnahmen wiederholen. Das hätte man auch besser lösen können.

Alles in allem ist die Ausstellung aber trotzdem auf jeden Fall zu empfehlen. Der Eintritt ist wie immer kostenlos und der Andrang war heute auch entsprechend groß.

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