Salzburg 2016

Festung Hohensalzburg

Wie immer im Jänner der übliche Salzburg-Besuch. Diesmal war ich sehr gespannt, ob ich etwas von Flüchtlingen mitbekommen würde. Auf der Hinfahrt fiel mir auf, dass immer mehr Schnee lag, je weiter es in Richtung Chiemsee ging. In München waren die Gehwege vom gefrierenden Regen spiegelglatt; Schnee lag aber kaum noch. In Salzburg selbst war dann zwar auch nicht mehr so viel davon vorhanden, jedoch lag noch deutlich mehr Schnee als in München. Es war bewölkt bei etwa 2 Grad. Manchmal konnte sich die Sonne auch kurz gegen die Wolken durchsetzen.

Mein Weg führte mich diesmal zu Orten, die ich bei meinen bisherigen Besuchen ausgelassen hatte. Nach dem Eindecken mit dem obligatorischen österreichischen Kaffee und den echten Mozartkugeln ging es durch Innenhöfe der Erzabtei St. Peter und über den Petersfriedhof direkt zur Haupttreppe auf die Festung Höhensalzburg hinauf. Natürlich habe ich mir die Festungsbahn gespart. So steil ist der Aufstieg dann auch nicht. Über Treppen und gut gestreute Wege ging es bis zur Festung hoch. Die Festung selbst habe ich allerdings nicht betreten, da ich oben weitergehen wollte und interessante Motive gesucht habe.

Die gab es oben dann auch wirklich. Mehrere perfekt renovierte historische Gebäude mit Zinnen und rot-weiß-roten Fensterläden und ein toller Ausblick auf Salzburg und die umliegenden Berge.

So verging die Zeit wie im Flug und schon ging es zurück zur Innenstadt und dann zum Bahnhof. Der Zug nach München stand schon bereit. Hier war auch das Einzige, was ich von Flüchtlingen mitbekommen habe. Sämtliche Türen am Zug waren verschlossen und nur eine Tür war offen. Davor stand ein Security-Mann und verlange beim Einstieg nach dem Ausweis (nicht nach der Fahrkarte). Ein flüchtiger Blick auf den Personalausweis reichte schon, um in den Zug zu kommen. Bei einem syrischen Pass hätte das wohl anders ausgesehen. Am Salzburger Bahnhof habe ich allerdings keine Flüchtlinge gesehen. Möglicherweise habe ich aber einzelne Familien für Touristen gehalten. Besonders aufgefallen ist mir jedoch niemand. Die restlichen Türen wurden erst in Freilassing freigegeben und ließen sich öffnen. In Freilassing am Bahnhof gab es auch ein beheiztes kleines Zelt und mehrere portable Toiletten. Aber auch hier war jedoch niemand zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.