Braukunst Live! 2016

Auch in diesem Jahr fand wieder die Braukunst Live! vom 26. bis 28. Februar 2016 im MVG-Museum statt. Gestern habe ich auch den Sonntag für einen Rundgang genutzt.

Wie im letzten Jahr gab es wieder die Gutscheine von Braufactum, Craftwerk, Hofbräu München, Pilsner Urquell und Schneider. Während man letztes Jahr noch Chips für jeweils 0,50 € kaufen musste und die Biere dann zwischen einem und vier Chips kosteten, hatten es die Organisatoren dieses Jahr vereinfacht. Die Chips wurden abgeschafft. Statt dessen bezahlte man zwischen einem und vier Euro pro Probe von 0,1 l).

Begonnen habe ich mit zwei Bieren von Braufactum. Zuerst das Palor, ein hopfenbetontes Pale Ale zum Einstieg und dann The Brale, ein dunkles Brown Ale.

Beide Biere nicht schlecht, aber noch nicht wirklich etwas Besonderes.

Weiter ging es mit einem American Male Ale von Craftwerk namens Little Wulf. Dann das erste Bier, dass mich wirklich überrascht hat. Das Tap X von Schneider mit dem Namen Marie’s Rendezvous. Ein Weizendoppelbock mit fruchtiger Süße und leichter Pfeffernote, der sich schwer und üppig im Mund ausbreitete. Ein erstes Highlight.

Das genaue Gegenteil war der Hofbräu Hallodri. Ich hätte es besser wissen müssen, da ich diesen letztes Jahr auch schon probiert hatte. Ein leichtes, fast wässriges Bier mit dem üblichen dünnen Hofbräu-Geschmack. Also wirklich etwas zum Vergessen.

Als Kontrastprogramm folgte dann ein OND Smoked Porter von Bevog aus Österreich. Schön dunkel mit gutem Schaum und darauf ein interessantes Schwarzwald Black IPA von Pirate Brew aus Berlin. Ein Bier, das nach Porter aussieht, aber fruchtig wie ein IPA schmeckt. Eine sehr schöne und interessante Sache.

Nach diesen eher schweren Bieren sollte es ein Kontrastprogramm sein. Von Brewers Association eine Smoked Peach Weiße. Also eine Berliner Weiße mit der typischen Milchsäure und einem Geschmack von geräuchertem Pfirsich. Außer dem furchtbaren sauren Geschmack habe ich nichts geschmeckt. Jedenfalls keine Pfirsiche. Dieses Bier war leider ein totaler Reinfall. Und dass, obwohl ich schon gerne eine belgische Geuze mit Himbeeren oder Kirschen trinke. Hier fehlte mir die Frucht vollkommen und es blieb nur die Milchsäure im Gedächtnis.

Vom furchtbarsten gleich zum besten Bier der Braukunst Live in diesem Jahr. Ein Kiuchi Hitachino Ginger Ale aus Japan. Ein japanisches Bier gebraut aus Gerstenmalz, dem nach dem Brauvorgang kandierter Ingwer beigegeben wird. Schöner Biergeschmack mit leichter Süße und dem Geschmack des kandierten Ingwers. Leider fehlte die Schärfe, die der Ingwer sonst hat. Trotzdem aber ein sehr gutes Bier.

Die nächsten beiden Biere waren dann von Einstök der Icelandic Doppelbock und das Icelandic Toasted Porter. Beides frische Biere, die (so wurde mir gesagt) an den letzten Urlaub in Island erinnerten. Dies konnte ich mir tatsächlich beim Trinken so vorstellen.

Als vorletztes Bier dann von Nøgne Ø das Imperial Aquavit Rye Porter. Ein Porter, dass anschließend in Aquavit-Fässer lagert. Ein klassischer Porter-Geschmack. Erst nach dem Schluck fiel die Frische des Aquavit auf.

Zum Abschluss dann ein Bourbon Bock der Brauerei im Eiswerk aus der Champagnerflasche (25 EUR das Stück). Ein Bockbier, das in Whiskyfässern lagert und daher wunderbar nach Bourbon schmeckt.

Mit diesem Bier endete dann mein Rundgang durch die Braukunst Live! nach fast fünfeinhalb Stunden. Interessant war auch, dass das Craftbier immer mehr Anhänger findet. In der Warteschlange kurz vor dem Beginn haben mehrere Besucher gesagt, dass sie sich zum ersten Mal mit Craftbier befassen und einfach mal schauen wollten, was es da so gibt. Auch sehr schön war zu sehen, dass die Messe Jung und Alt, Männer und Frauen anzieht. Vom Hipster mit Bart und Manbun bis zum Lederhosenträger war alles geboten und alle hatten offenbar Interesse und Spaß daran.

Im nächsten Jahr werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein.

Einen weiteren Bericht gibt es auf www.bierprobe-online.de.

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