Werner Bischof – Standpunkt, Hommage zum 100. Geburtstag

pic07745Die aktuelle Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer über den Schweizer Magnum-Fotografen Werner Bischof kann ich absolut empfehlen. Werner Bischof war ursprünglich Studio- und Werbefotograf. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs machte er sich jedoch einen Namen, indem er mit seinen Aufnahmen das zerstörte Europa dokumentierte.

In der Ausstellung werden etwa 220 Originalabzüge seiner Aufnahmen samt der passenden Kontaktbögen ausgestellt. Man kann so den Auswahlprozess der jeweiligen Aufnahmen nachvollziehen. Es beginnt mit seinen Bildern, die er ab 1945 im Nachkriegseuropa aufgenommen hat. So kam er z. B. 1946 nach Deutschland, Italien und Griechenland und war von den dortigen Verhältnissen tief betroffen.

Es folgen dann Fotoreisen nach Osteuropa und Finnland sowie Norwegen in den Jahren 1947 und 1948.
Selbstportrait von Werner Bischof (c) Werner Bischof, Magnum PhotosAb 1949 war er dann Fotograf bei Magnum Photos und arbeitete für verschiedene Magazine. Auch nach Indien, Japan und Hongkong sowie in das Kriegsgebiet von Indochina führten ihn seine Reisen, die er in Fotoreportagen festhielt.

1953 und 1954 war er dann in Nord-, Mittel- und Südamerika unterwegs und dokumentierte z. B. die neuen Autobahnen in den USA. Am 16. Mai 1954 verunglückte Werner Bischof tödlich in den Anden.

Die Ausstellung wurde von seinem Sohn Marco Bischof vom Werner Bischof Estate zusammen mit Isabel Siben vom Kunstfoyer kuratiert. Der Eintritt ist kostenlos. Die Ausstellung ist noch bis zum 11. September 2016 zu sehen.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher hochwertiger Bildband für 77 EUR erhältlich.

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