Grünten, der Wächter des Allgäus

Heute erfolgte eine Tour auf den Wächter des Allgäus, den 1.737,9 m hohen Grünten. Auf dessen Gipfel gibt es ein Gebirgsjägerdenkmal und einen Sendeturm zu sehen.

Die Tour beginnt am Parkplatz der Kammeregg-Alpe. Beim Ort Rettenberg zweigt eine schmale Straße ab, der man bis zum kostenfreien Parkplatz folgt (Wegweiser Kammeregg-Alpe). Man sollte jedoch sehr früh starten, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und diese im Laufe des Vormittags schnell belegt sind. Außerdem entgeht man so dem großen Andrang auf dem Gipfel des Grünten. Einen einsamen Gipfelaufenthalt darf man auf diesem beliebten Berg allerdings nie erwarten.

Da man sich bereits beim Start auf 1.130 m Höhe befindet, hat man schon zu Beginn der Tour einen wunderschönen Ausblick ins Tal Richtung Immenstadt und dem Großen Alpsee und auf den Rottachsee. Zunächst geht es vom Parkplatz auf der Straße direkt zur Kameregg-Alpe. An der Hütte dann rechts vorbei durch die Weidebegrenzung. Auf einem recht steilen Aufstiegsweg geht über Almweiden nach oben, immer dem Wegweiser „Grünten“ nach.

Da der Aufstieg ohne große Serpentinen direkt nach oben führt, erreicht man auch nach nicht einmal einer Stunde ein Wege-T, an dem man verschnaufen kann. Rechts geht es zum Gipfel weiter und nach links zur Grüntenhütte. Zunächst geht es aber erst einmal Richtung Gipfel nach rechts. Auf einem felsigen Bergpfad geht es, zunächst direkt unterhalb des Skilifts wieder steil bergauf. Nach der Bergstation des Skilifts geht es dann recht felsig in ebenfalls steilen Serptentinen zum Gipfel. An einer Stelle benötigt man die Hände. Das letzte Stück ist mit Halteketten ausgestattet, die jedoch nicht unbedingt nötig sind. Sogar eine kurze Treppe ist vorhanden.

Jägerdenkmal am Gipfel des Grünten
Gebirgsjägerdenkmal und Sender Grünten

Ist es geschafft, steht man vor dem Gebirgsjägerdenkmal, dass an die gefallenen Gebirgsjäger des Ersten Weltkriegs erinnert. Im Denkmal sind auch Steine von sämtlichen Kampfplätzen der Gebirgsjäger des Zweiten Weltkriegs eingearbeitet (unter anderem Griechenland, Polen, der Kaukasus). Eine Plakette erinnert außerdem an die getöteten Gebirgsjäger der Bundeswehr.

Das Denkmal ist ein idealer Ort für die Gipfelbrotzeit, da es rundum eine Sitzbank bietet. Außerdem blickt man auf den Sendemast des Bayerischen Rundfunks (Sender Grünten) und hat einen atemberaubenden Rundumblick ins Tal und in die Alpen hinein.

Nach der Brotzeit geht es auf dem Aufstiegsweg wieder zurück zum Wege-T und dann zur Grüntenhütte, an der Zeit für ein köstliches Zötler-Weißbier ist. Derartig erfrischt führt der Rückweg an der Grüntenhütte vorbei und über die Almweide nach unten. Man folgt dem Wegweiser Richtung „Kranzegg-Alpe/Kranzegg“. Über einen Almwiesenpfad geht es wieder steil bergab an mehreren Hütten vorbei bis zum Berggasthof Kranzegg. Dort folgt man den Schildern „Lustiger Wanderweg/Kammeregg-Alpe“. Zunächst geht es über Wiesen und dann auf einem schmalen Pfad durch den Wald. Dort quert man zweimal einen kleinen Bach. Einmal geht es direkt durch das Wasser, das zweite mal über einen schmalen Steg. Dieser Rückweg hat den Vorteil, dass er nicht so stark begangen ist, zumindest sobald man den Weg zum Berggasthof Kranzegg verlassen hat.

Blick von der Grüntenhütte.mp4

Schließlich hat man die Kammeregg-Alpe erreicht und geht an dieser vorbei zum Parkplatz.

Diese Tour war ein wirkliches Highlight. Bereits von Anfang an hat man eine tolle Aussicht, die sich mit dem Aufstieg sogar noch verbessert. Die Tour ist nichts für Turnschuh-Wanderer, jedoch entsprechend ausgerüstet sehr gut machbar. Stöcke sollte man auf jeden Fall dabei haben. Das Denkmal auf dem Gipfel ist eine gute Gelegenheit  für eine Brotzeit und die Grüntenhütte bietet eine ideale Einkehrmöglichkeit.

Der Rückweg führt abwechslungsreich über Almweiden, Wiesen und durch Wald. Die Tour ist nicht gerade einsam. Man sollte daher sehr früh starten. Die lange Anfahrt in die Gegend von Kempten bzw. Immenstadt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Allgäuer Alpen werde ich nicht zum letzten Mal besucht haben.

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