25 Jahre Fotoagentur Ostkreuz

Die aktuelle Ausstellung im Kunstfoyer der Versicherungskammer feiert das 25-jährige Jubiläum der Fotoagentur Ostkreuz. Die Fotoagentur ist heute die bedeutendste Fotoagentur in Deutschland.Sie wurde im Jahr 1990 nach dem Fall der Mauer, aber noch vor der Wiedervereinigung nach dem Vorbild von Magnum Photos gegründet. Sie ist nach einem S-Bahnhof benannt.

Die Ausstellung hatte 2015 in Paris Premiere und ist nach den Stationen in Marseille und Schwerin jetzt in München zu sehen.

In der Ausstellung werden die fotografischen Werke von 21 Fotografinnen und Fotografen gezeigt. Es wird wirklich ein breites Spektrum abgedeckt. So finden sich Aufnahmen von Krawallen zwischen Polizei und Hausbesetzern im Berlin der Wendezeit. Sehr eindrücklich auch die Aufnahmen von Roma aus Osteuropa und die Dokumentation aus vier heruntergekommenen Wohnblöcken, die zu DDR-Zeiten einmal sehr begehrt waren und „Manhattan“ genannt wurden, heute jedoch nur noch von wenigen Familien und Personen bewohnt werden. Die Langzeitstudie mit Portraits von Schülerinnen und Schülern einer Abschlussklasse aus dem Jahr 1977 hat mich am meisten beeindruckt. Die Protagonisten wurden bis heute in regelmäßigen Abständen immer wieder fotografiert.

Den internationalen Blick werfen die Fotografien der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofs, die während eines laufenden Verfahrens aufgenommen wurden oder die dokumentierten Gedenktage vom Prager Frühling bis zur ägyptischen Revolution.

Eine Mappe mit Publikationen der Agentur kann für 38 EUR erworben werden.

Die Ausstellung kann ich jedem empfehlen, der sich für Fotografieren interessiert. Der Eintritt ist wie immer kostenlos.

Das schöne Herbstwetter habe ich anschließend noch für einen Spaziergang an der Isar genutzt und dabei einige schöne Motive gefunden.

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