Salzburg 2017

Am Mittwoch war ich – so wie in jedem Jahr – wieder in Salzburg. Diesmal bei Schneefall. Es ist erstaunlich, wieviele Leute es im Winter in die Geburtsstadt von Mozart verschlägt. In der Getreidegasse haben sich die Leute regelrecht durchgeschoben. Schlimmer als im Sommer. Diese Straße habe ich daher gemieden.

Die Vorräte an echten Mozartkugeln und österreichischem Kaffee waren bald aufgestockt. Der Ausflug in Richtung Festung Hohensalzburg bzw. zum Mönchsberg war nicht so umwerfend, da es aufgrund des Schneefalls keine besonders gute Aussicht gab.

Zum Essen habe ich mir eine Bosna geholt. Dies wollte ich schon lang einmal versuchen. In einer kleinen Passage, die von der Getreidegasse abgeht, ist mir jedes mal die lange Warteschlange vor einem kleinen Grill aufgefallen. An diesem Balkan-Grill gibt es die Bosna. Eine Wurst, die im Jahr 1949 in Salzburg erfunden wurde. Es handelt sich um ein paar kräftig gewürzter Würste, die mit Zwiebeln, Petersilie und Senf in einer getoasteten Semmel angeboten werden. Das wird auf jeden Fall ein fester Anlaufpunkt für jeden Salzburg-Besuch.

Salzburg 2016

Festung Hohensalzburg

Wie immer im Jänner der übliche Salzburg-Besuch. Diesmal war ich sehr gespannt, ob ich etwas von Flüchtlingen mitbekommen würde. Auf der Hinfahrt fiel mir auf, dass immer mehr Schnee lag, je weiter es in Richtung Chiemsee ging. In München waren die Gehwege vom gefrierenden Regen spiegelglatt; Schnee lag aber kaum noch. In Salzburg selbst war dann zwar auch nicht mehr so viel davon vorhanden, jedoch lag noch deutlich mehr Schnee als in München. Es war bewölkt bei etwa 2 Grad. Manchmal konnte sich die Sonne auch kurz gegen die Wolken durchsetzen.

Mein Weg führte mich diesmal zu Orten, die ich bei meinen bisherigen Besuchen ausgelassen hatte. Nach dem Eindecken mit dem obligatorischen österreichischen Kaffee und den echten Mozartkugeln ging es durch Innenhöfe der Erzabtei St. Peter und über den Petersfriedhof direkt zur Haupttreppe auf die Festung Höhensalzburg hinauf. Natürlich habe ich mir die Festungsbahn gespart. So steil ist der Aufstieg dann auch nicht. Über Treppen und gut gestreute Wege ging es bis zur Festung hoch. Die Festung selbst habe ich allerdings nicht betreten, da ich oben weitergehen wollte und interessante Motive gesucht habe.

Die gab es oben dann auch wirklich. Mehrere perfekt renovierte historische Gebäude mit Zinnen und rot-weiß-roten Fensterläden und ein toller Ausblick auf Salzburg und die umliegenden Berge.

So verging die Zeit wie im Flug und schon ging es zurück zur Innenstadt und dann zum Bahnhof. Der Zug nach München stand schon bereit. Hier war auch das Einzige, was ich von Flüchtlingen mitbekommen habe. Sämtliche Türen am Zug waren verschlossen und nur eine Tür war offen. Davor stand ein Security-Mann und verlange beim Einstieg nach dem Ausweis (nicht nach der Fahrkarte). Ein flüchtiger Blick auf den Personalausweis reichte schon, um in den Zug zu kommen. Bei einem syrischen Pass hätte das wohl anders ausgesehen. Am Salzburger Bahnhof habe ich allerdings keine Flüchtlinge gesehen. Möglicherweise habe ich aber einzelne Familien für Touristen gehalten. Besonders aufgefallen ist mir jedoch niemand. Die restlichen Türen wurden erst in Freilassing freigegeben und ließen sich öffnen. In Freilassing am Bahnhof gab es auch ein beheiztes kleines Zelt und mehrere portable Toiletten. Aber auch hier war jedoch niemand zu sehen.

Salzburg

Es ist wieder Jänner und daher auch Zeit für den obligatorischen Besuch in Salzburg. Dieses Jahr war es zwar kalt, aber dafür kam auch gelegentlich die Sonne heraus.

Festung Hohensalzburg

Ich habe mir Schloss Mirabell und den Mirabellgarten einmal genauer angesehen, da ich das bei den Besuchen immer im wahrsten Sinn des Wortes links liegen gelassen hatte. Für einen Januar machte der Mirabellgarten auch gar keinen schlechten Eindruck.

Mirabellarten

 

Wie üblich habe ich mich in Salzburg auch noch mit den originalen Salzburger Mozartkugeln und köstlichem Kaffee vom Rösthaus 220 Grad eingedeckt. Ich muss dieses Jahr endlich einmal im Frühjahr oder im Sommer wiederkommen. Zwar sind dann auch viel mehr Touristen unterwegs, aber man kann dann auch in einem Café draußen sitzen. Ich bin gespannt, ob die Zahl der Bettler dann auch noch steigt. Diese werden jedes Jahr auch immer mehr. Man kann keine 100 Meter gehen, ohne angesprochen zu werden.