Aufs Hörnle

Die heutige Tour sollte eigentlich vom Parkplatz der Hörnlebahn über den Winterweg an der Hörnlehütte und den beiden anderen Hörnlegipfeln zum Hinteren Hörnle gehen. Leider musste ich die Tour etwa 400 m unterhalb der Hörnlehütte aufgrund der schlechten Sichtbedingungen abbrechen.

Die Tour startet am Parkplatz für Tourengeher bei der Hörnlebahn (Parkplatz Tannenbankerl). Ein Tagesticket kostet dort 4 EUR. Ich brauchte erst etwas Zeit, in den aufgehäuften Schneemassen den richtigen Weg zu finden. Man quert den Parkplatz und den Hörnlelift und geht bis zu den Häusern des Bad Kohlgruber Ortsteils Sonnen. Es geht dann den Wegweisern „Hörnle 18A“ nach. Schließlich trifft man auf den ausgeschilderten Winterweg zum Hörnle.

Dort folgt man den Spuren auf dem Winterweg bergauf. Hier war endlich das Debut meiner Snowline Chainsen Pro. Die Chainsen Pro sind auch mit Handschuhen schnell angezogen und erleichtern den Aufstieg im Schnee enorm, da der Fuß nicht mehr nach hinten wegrutscht.

Es geht an einer kleinen Kapelle vorbei im Wald auf dem Winterweg bergauf.

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Nach einiger Zeit tritt man aus dem Wald heraus und trifft auf die Skipiste der Hörnlebahn. Am Rande der Piste folgt man dieser zusammen mit anderen Wanderern und Tourengehern ein kurzes Stück bergauf. Der Winterweg zweigt dann für die Wanderer und Tourengeher von der Skipiste ab und führt getrennt von den Skifahrern parallel zur Piste bis zur Hütte der Bergwacht. An dieser Stelle vereinigt sich der Winterweg wieder mit der Skipiste.

Es wäre jetzt an der Skipiste bis zur Bergstation der Hörnlebahn und einige Meter weiter bis zur Hörnlehütte gegangen.

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Sichtbedingungen auf dem letzten Stück zur Hörnlehütte. Man beachte den einzelnen Tourengeher, der sich links oben in den Wolken verliert.

Die Sichtbedingungen wurden aufgrund der Wolken und des andauernden Schneefalls aber immer schlechter. Aus diesem Grund habe ich die Tour an dieser Stelle abgebrochen. Ich hätte zwar noch bis zur Hörnlehütte gehen können, aber ohne Fernsicht wäre dies nur eine Pflichtübung gewesen. Der weitere Weg von der Hörnlehütte über die Hörnlealm zum Gipfel des Hinteren Hörnles war mir bei diesen Bedingungen zu risikoreich.

Aus diesem Grund ging es von der Bergwachthüte auf dem Aufstiegsweg wieder zurück nach Bad Kohlgrub. Auch beim Abstieg waren die Snowline Chainsen Pro eine große Hilfe. Diese Wanderung wäre auch ideal für den Einstieg in das Gehen mit Schneeschuhen gewesen. Allerdings wäre etwas Sonnenschein schön gewesen.

Firstalmen und Spitzingsee

Auch in diesem Winter musste eine kleine Bergtour sein. Diese Wanderung ist als Einstieg zum Winterwandern sehr einfach durchzuführen. Die Wege sind größtenteils geräumt. Lediglich der letzte Teil um den Spitzingsee musste ich selbst spuren. Der Schnee ging dabei bis zur Wade bzw. bis zum Knie. Wanderstöcke und Gamaschen sind auf jeden Fall notwendig. Grödel hatte ich dabei, diese waren aber auf den geräumten Wegen nicht unbedingt erforderlich.

Die Wanderung beginnt am Wanderparkplatz am Spitzingsattel. Dieser ist Gebührenpflichtig (4 EUR). Ich musste mit dem Parken noch etwas warten, da der Platz gerade geräumt wurde. Die Wanderung beginnt am Parkplatz. Man quert die Straße und nimmt den für den Verkehr gesperrten Weg zur Oberen Firstalm (dem Wegweiser „Obere Firstalm“ nach. Dort geht es auf dem geräumten Weg bergan. Anhand der abgestellten Schlitten und der Schlittenspuren im Schnee konnte man erkennen, dass in der Nacht einige Besucher der Oberen Firstalm talwärts gerodelt waren. Der Weg wird bei Dunkelheit sogar durch eine Lichtergirlande beleuchtet.

Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas steiler und man hat auch schon die Obere Firstalm erreicht. Es geht an der Alm vorbei zum Pfad, der durch den Schnee bergab zur Unteren Firstalm führt. Von den vorhandenen Stufen habe ich im Tiefschnee nichts gemerkt.

Nach wenigen Minuten geht es bei der Unteren Firstalm vorbei nach links auf dem gesperrten Fahrweg im Firstgraben bergab in Richtung „Spitzingsee“. Die Strecke führt durch den Wald, an Ferienhäusern vorbei und schließlich kommt man auf einem Parkplatz beim Skilift heraus.

Quer über den Parkplatz geht der Weg (der ab hier nur schemenhaft anhand von größtenteils zugeschneiten Schneespuren auszumachen war) zum Spitzingsee weiter. Man orientiert sich hier an den Stangen im Schnee und dem Schild „Spitzingsee Rundweg“.

Zurück am Spitzingssattel
Rückkehr zum Ausgangspunkt am Spitzingsattel

Vom Spitzingsee selbst ist aufgrund der dick zugeschneiten Eisfläche nicht viel zu sehen. Man muss aufpassen, dass man auf dem Weg bleibt und nicht aus versehen auf die zugeschneite Eisfläche gerät. Es geht um eine kleine Erhebung herum und dann zweigt auch bereits links der Weg zum Spitzingsattel ab. Einfach dem Wegweiser „Spitzingsattel“ folgen. Durch Tiefschnee geht es jetzt ziemlich anstrengend wieder bergauf bis zum Parkplatz am Spitzingsattel.

Grünten, der Wächter des Allgäus

Heute erfolgte eine Tour auf den Wächter des Allgäus, den 1.737,9 m hohen Grünten. Auf dessen Gipfel gibt es ein Gebirgsjägerdenkmal und einen Sendeturm zu sehen.

Die Tour beginnt am Parkplatz der Kammeregg-Alpe. Beim Ort Rettenberg zweigt eine schmale Straße ab, der man bis zum kostenfreien Parkplatz folgt (Wegweiser Kammeregg-Alpe). Man sollte jedoch sehr früh starten, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und diese im Laufe des Vormittags schnell belegt sind. Außerdem entgeht man so dem großen Andrang auf dem Gipfel des Grünten. Einen einsamen Gipfelaufenthalt darf man auf diesem beliebten Berg allerdings nie erwarten.

Da man sich bereits beim Start auf 1.130 m Höhe befindet, hat man schon zu Beginn der Tour einen wunderschönen Ausblick ins Tal Richtung Immenstadt und dem Großen Alpsee und auf den Rottachsee. Zunächst geht es vom Parkplatz auf der Straße direkt zur Kameregg-Alpe. An der Hütte dann rechts vorbei durch die Weidebegrenzung. Auf einem recht steilen Aufstiegsweg geht über Almweiden nach oben, immer dem Wegweiser „Grünten“ nach.

Da der Aufstieg ohne große Serpentinen direkt nach oben führt, erreicht man auch nach nicht einmal einer Stunde ein Wege-T, an dem man verschnaufen kann. Rechts geht es zum Gipfel weiter und nach links zur Grüntenhütte. Zunächst geht es aber erst einmal Richtung Gipfel nach rechts. Auf einem felsigen Bergpfad geht es, zunächst direkt unterhalb des Skilifts wieder steil bergauf. Nach der Bergstation des Skilifts geht es dann recht felsig in ebenfalls steilen Serptentinen zum Gipfel. An einer Stelle benötigt man die Hände. Das letzte Stück ist mit Halteketten ausgestattet, die jedoch nicht unbedingt nötig sind. Sogar eine kurze Treppe ist vorhanden.

Jägerdenkmal am Gipfel des Grünten
Gebirgsjägerdenkmal und Sender Grünten

Ist es geschafft, steht man vor dem Gebirgsjägerdenkmal, dass an die gefallenen Gebirgsjäger des Ersten Weltkriegs erinnert. Im Denkmal sind auch Steine von sämtlichen Kampfplätzen der Gebirgsjäger des Zweiten Weltkriegs eingearbeitet (unter anderem Griechenland, Polen, der Kaukasus). Eine Plakette erinnert außerdem an die getöteten Gebirgsjäger der Bundeswehr.

Das Denkmal ist ein idealer Ort für die Gipfelbrotzeit, da es rundum eine Sitzbank bietet. Außerdem blickt man auf den Sendemast des Bayerischen Rundfunks (Sender Grünten) und hat einen atemberaubenden Rundumblick ins Tal und in die Alpen hinein. „Grünten, der Wächter des Allgäus“ weiterlesen

Tour zum August-Schuster-Haus auf dem Pürschling (1.566 m)

Nach der etwas mißglückten Bergtour der letzten Woche nun eine wunderschöne Wanderung zum August-Schuster-Haus auf dem Pürschling. Die Tour beginnt am Pürschlingparkplatz bei den Skiliften in Unterammergau (Tageskarte 3 EUR).

Ausblick knapp unterhalb des August-Schuster-Hauses

Vom Parkplatz geht es auf dem geschotterten Forstweg gleich steil bergauf am Bachlauf der Schleifmühlenlaine entlang. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit kommt man an einen Abzweig mit Wegweisern. Statt dem Forstweg (Wegweiser Pürschling) nimmt man den linken Abzweig (Wegweiser Pürschling Wanderweg). Dort geht es nun auf einem schmaleren Weg wesentlich steiler weiter bergauf. Bis zum Plattenberggraten geht man immer im Wald. Erst ab dem Plattenberggraben tritt man aus dem Wald heraus und hat ab da wunderschöne Ausblicke.

Kapelle mit Sonnenberggrat im HintergrundAm Beginn des Plattenberggraben kommt ein flaches Zwischenstück auf dem man an einer Alm entlangkommt. Dort muss man sich an den Wegweiser (Pürschling) orientieren und den linken Abzweig nehmen. Danach geht es wieder steil bergauf weiter. Kurz vor dem August-Schuster-Haus kommt eine kleine Kapelle. Auf dem bewirtschafteten August-Schuster-Haus ist dann Zeit für ein Getränk oder auch eine kleine Stärkung. Von der Terasse hat man einen schönen Ausblick auf Schloss Linderhof im Tal und auch zur Zugspitze.

Der weniger begangene Rückweg führt vor dem Haus vorbei zunächst über eine Almweide. Hierzu übersteigt man die kleine Holzkonstruktion über den Weidezaun und nimmt den zum Waldrand führenden Weg. Dieser kann bei Feuchtigkeit ziemlich schlammig sein. Im Wald wird der Weg dann felsiger und führt an mehreren großen Felsblöcken vorbei über den Plattenberggrat.

Kurz bevor der Weg am Anfang des Plattenberggrabens wieder auf den Aufstiegsweg trifft, kommt noch die Bank des Stammtisches des August-Schuster-Hauses. Der Felsen, vor dem die Bank steht, hat sogar ein eigenes Gipfelkreuz. Hier kann man kurz ausruhen. Auf dem Aufstiegsweg geht es dann wieder Richtung Unterammergau zurück. Kurz vor dem Parkplatz kann man seine Füße noch in der Schleifmühlenlaine kühlen. 

Diese HolzgesichtTour war ein Highlight. Der Aufstiegsweg verläuft ziemlich steil im Wald bergauf. Ab dem Plattenberggraben kommt der landschaftlich schöne Teil. Beim Aufstieg kann man die gute frische Luft genießen, die würzig nach Kräutern und Latschen riecht. Der Rückweg ist felsiger und weniger frequentiert, jedoch auch sehr reizvoll und mit ansprechenden Ausblicken. Spätestens hier sind Stöcke recht hilfreich. An der Strecke gibt es Stoamandl, eine Kappelle, ein aus einem Baumstamm geschnitztes Gesicht und eine Bank mit eigenem Gipfelkreuz zu entdecken.

Vorderscheinberg

Den heutigen Feiertag wollte ich nutzen, um eine Bergtour zu unternehmen. Ich hatte mir dazu den Vorderscheinberg (1.827 m) in den Ammergauer Alpen herausgesucht. Auf der Tour sind 1.100 Höhenmeter zu überwinden.
Vorderscheinberg-001Die Tour begann am Parkplatz Linderbrücke, der auf der Straße von Ettal nach Reutte liegt. Etwa zwei Kilometer nach Schloss Linderhof findet man den unbefestigten Parkplatz. Das Parken ist kostenlos.

Vom Parkplatz folgt man der geschotterten Forststraße ins Sägertal hinein. Der nur wenig ansteigende Weg folgt für einige Kilometer dem Sägertalbach. Am Ende der Forststraße steigt der Weg dann stärker an, wird schmäler und es kommen einige Kehren. An einer Stelle hat man die Wahl, auf dem Weg durch den heute etwa knöcheltief Wasser führenden Sägertalbach zu gehen oder einen kleinen Steg zu benutzen um diesen trockenen Fußes zu überqueren.

Es geht dann im Wald steiler hinauf bis man zu einem Wegweiser kommt. Dort folgt man dem Wegweiser nach links ins Lösertal (nicht geradeaus Richtung Kenzenhütte). Es geht auf einem schmalen Fußpfad durch den Wald. Im Hasentalgraben führt der Pfad direkt durch den kleinen Gebirgsbach. Man geht um den Hasentalkopf herum und tritt dann am Lösertaljoch in freieres Gelände. Hier hat man vom Talkessel eine schöne Aussicht auf die umliegenden Gipfel.

Jetzt geht es im Lösertaljoch auf einem Almwiesenpfad ziemlich steil nach oben. Es erfordert einige Konzentration, dem Pfad zu folgen, da dieser an einigen Stellen nur schwer erkennbar ist. An zwei Stellen ist er außerdem durch Bergrutsche verschüttet. Man sollte immer wieder nach den auf Felsen gesprühten roten Markierungspunkten Ausschau halten. An einer unter einem Bergrutsch verschütteten Stelle muss man etwas suchen, um den weiteren Verlauf des Pfades auszumachen. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber nicht wirklich besonders fordernd.Vorderscheinberg-012

Der Aufstieg im Lösertaljoch erfolgte in strömenden Regen, der eigentlich vom Wetterbericht nicht angekündigt war. Dieser hatte Sonne vorhergesagt und nur ab Nachmittag Regen angekündigt, nicht aber bereits in den Morgenstunden. Am Grat angekommen führt der Pfad nach rechts zum Gipfel des Vorderscheinbergs. Hier musste ich mich durch eine Herde von etwa zehn Kühen bewegen, die sich jedoch nicht besonders von mir stören ließen.

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