Fahrradnavigation

Wenn ich mit dem Fahrrad fahre, verwende ich Navigationsapps auf dem Handy. Es geht vor allem darum, gute Routen in der Stadt zu finden, die nicht gerade an den Hauptverkehrsstraßen entlangführen. Zwei Apps habe ich ausgiebig getestet und bin schließlich bei meinem Favoriten gelandet. Beide Apps erfüllen jedoch ihren Zweck. Natürlich zehrt das ständig angeschaltete Display und die GPS-Navigation bei beiden Apps enorm am Akku.

Die erste App von komoot gibt es kostenlos im App-Store. Kartenmaterial für einzelne Städte oder Gebiete gibt es für jeweils 3,99 EUR bzw. 8,99 EUR oder das Gesamtpaket für 19,99 EUR per In-App-Kauf. Die Nutzung der App erfordert ein Online-Konto bei komoot.de. Man kann von der App aus eine Navigation starten, aber ein Ziel auch vorher online festlegen und dann über die App abrufen. Eine geplante Route kann auch Offline verfügbar gemacht werden. Die Navigationsanweisungen sind klar verständlich.

Die App hat aber bei der Navigation in der Praxis einige Nachteile. Nach einer Navigationsanweisung (z. B. „jetzt rechts abbiegen“) dauert es immer einige Sekunden, bis die nächste Anweisung angezeigt wird. Wenn die nächste Abbiegung unmittelbar nach der vorherigen Anweisung kommt, kann es passieren, dass man zunächst vorbeifährt. Wenn man die Route verlässt, macht einen die App nicht darauf aufmerksam. Auf der angezeigten Karte erkennt man das zwar, muss aber zum Wiederaufnehmen der Navigation zurück zur geplanten Strecke fahren. Ein automatisches Umplanen erfolgt nicht. Auch ist die Kartenanzeige leicht missverständlich, da sie nicht entsprechend der Fahrtrichtung gedreht wird. So kann es passieren, dass ein „links abbiegen“ auf der Karte nach rechts angezeigt wird. Die Navigationsanweisungen sind jedoch immer klar verständlich. Vor allem größere Kreuzungen mit Fahrradwegen in beiden Richtungen empfand ich als verwirrend und landete teilweise auf einem Fahrradweg in die falsche Richtung.

Die geplanten Strecken sind meiner Erfahrung nach auch nicht optimal. Einerseits wird man auf Radwegen über mehrspurige große Autokreuzungen mit vielen Ampeln geführt, andererseits aber auch im Zick-Zack durch ruhige Wohngebiete geleitet, muss dafür aber große Umwege in Kauf nehmen.

Komoot versteht sich außerdem als ein soziales Netzwerk. Mitglieder können geplante Touren auch anderen verfügbar machen. Regelmäßig werden in einem E-Mail-Newsletter entsprechende Touren vorgeschlagen. Wer dieses Drumherum mit Bewertungen und den sonstigen Social-Kram braucht, wird zufrieden sein. Mir ist das zuviel drumherum. Ich will gut durch die Stadt geleitet werden und brauche kein Social-Network-Gedöns.

 

Mein Favorit ist die zweite App von Bike Citizens vormals BikeCityGuide – einer Firma aus Österreich. Auch diese App ist kostenlos. Kartenmaterial gibt es für 4,99 EUR pro Stadt als In-App-Kauf, wobei es beim Kauf einer entsprechenden Handyhalterung für das Fahrrad einen Gutschein für ein Kartenpaket gibt. Dazu aber etwas weiter unten mehr. Die Strecken basieren auf dem Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM) und sind erstaunlich detailliert. Es ist klar erkennbar, auf welchem Radweg man in welche Richtung fahren kann. Man kann sehr fein einstellen, ob man eher gemütlich oder sportlich radeln möchte. Außerdem wird berücksichtigt, ob man mit dem Cityrad, dem Mountainbike oder dem Rennrad unterwegs ist. Diese Einstellungen bestimmen die gewählte Routenlänge und die gewählten Straßen. So werden z. B. bei Rennrad keine Straßen mit Straßenbahnschienen oder mit Kopfsteinpflaster ausgewählt, während die Einstellung „Mountainbike“ auch Schotterwege beinhaltet. Die App selbst kann ohne Onlinekonto genutzt werden. Wenn man möchte, können die gefahrenen Routen aber auch per WLAN mit dem Konto bei BikeCitizens abgeglichen werden. Nötig ist dies jedoch nicht. Social-Netzwerk-Kram gibt es hier zum Glück nicht. Ein Offline-Modus für die App existiert nicht, das übertragene Datenvolumen hält sich jedoch in Grenzen.

Das Navigationsfenster der App ist sehr übersichtlich und klar gehalten. Die Anweisungen werden groß dargestellt und sind leicht verständlich. Die angezeigte Karte wird stets entsprechend der Fahrtrichtung gedreht. Dadurch wird ein Linksabbiegen auch so auf der Karte angezeigt. So erkennt man beim Losfahren sofort, ob es nach rechts oder nach links geht. Die App reagiert sofort und plant auch neu, wenn die Strecke verlassen wird.

Die Strecken sind nach meiner Erfahrung wirklich optimal geplant. Es wird stets darauf geachtet, ausschließlich auf ruhigen Nebenstraßen oder auf Straßen mit Radwegen zu fahren. Gemütliches Fahren bevorzugt eher ruhige Straßen und nimmt dafür längere Streckenführungen in Kauf, während sportliches Fahren eine kürzere Streckenführung vorsieht, die auch Fahrradwege an Hauptverkehrsstraßen beinhalten kann. Mit den geplanten Routen war ich bisher äußerst zufrieden.

Die App enthält auch (für München) einige wenige vorgeplante Fahrradtouren, die angeblich von Fahrradkurieren aus der betreffenden Stadt erstellt worden sind. Ein nettes Gimmick.

Von Bike Citizens gibt es die bekannte und genial einfache Handyhalterung Finn. Das ist eine Universalhalterung aus Silikon, die um den Fahrradlenker gewickelt wird und auch größere Handys bombenfest hält. Durch das weiche Silikon kann das Handy am Lenker nicht verkratzen. Die Halterung kostet lediglich 15 EUR. Beim Kauf erhält man einen Download-Code für ein Kartenpaket einer Stadt. Dadurch spart man sich einen In-App-Kauf für eine Stadt. Ein iPhone 6 hält problemlos. Wer die Halterung Finn bereits kennt, sollte beachten, dass es mittlerweile die verbesserte zweite Version gibt. Finn ist eine simple, aber sehr effektive Lösung, um ein Handy sicher zu befestigen.

Withings Aura – Teil 2

Nachdem meine erste Rezension des Schlafsystems Aura von Withings im September 2014 ja sehr negativ ausgefallen ist, habe ich dem Ganzen noch einmal eine Chance gegeben. Zunächst wollte ja der Schlafsensor partout nicht erkannt werden. Das komplette System wurde nach etwas Hin- und Her schließlich doch von Withings getauscht. Nach einigen Wochen hatte ich direkt aus Frankreich einen Karton erhalten und habe die Aura jetzt seit einigen Monaten mit funktionierendem Schlafsensor im Einsatz.

Withings Aura - NachttischeinheitIn meiner Besprechung vom September 2014 hatte ich viele Kritikpunkte gefunden. Einige wurden auch tatsächlich behoben. Die App erhält regelmäßig Updates und auch die Firmware des Systems scheint man regelmäßig zu aktualisieren. Letzteres funktioniert automatisch im Hintergrund und man bekommt davon eigentlich nur dann etwas mit, wenn plötzlich neue Funktionen auftauchen. (Aufzeichnung von Ruhepuls, Helligkeit und Temperatur.) Davon aber später mehr. Zunächst empfehle ich, den ursprünglichen Blogartikel (Link siehe oben) zu lesen, da ich hier nur auf die behobenen und noch bestehenden Probleme, die es leider gibt, eingehe.

„Withings Aura – Teil 2“ weiterlesen

Withings Aura

P1000127Ich habe von Withings bereits die Waage und das Blutdruckmessgerät und bin mit beiden sehr zufrieden. Diese Geräte funktionieren einwandfrei und übertragen die Messdaten in die dazugehörige App, wo ich sie übersichtlich abrufen und auch meiner Ärztin zeigen kann. Als Withings das Schlafsystem Aura ankündigte, war ich daher sehr daran interessiert. „Withings Aura“ weiterlesen

Mein neues Smartphone ist von Apple

Nach meinen Ärger über webOS habe ich gleich komplett umgestellt und bin jetzt Besitzer eines iPhones von Apple 😉 Ich muss zugeben, dass ich Apple-Produkte schon für ziemlich überteuert halte. Die Gängelung mit iTunes ist ein weiterer Punkt, der grundsätzlich gegen Apple spricht.

Allerdings sieht die Praxis für mich doch etwas anders aus. Wenn ich jetzt hergehe und meinen Pre und das iPhone direkt nebeneinander lege, dann fallen mir schon einige Punkte ins Auge. Gut – das iPhone ist auch wesentlich teurer als der Pre, aber die Sachen, auf die es mir ankommt, sind für mich beim Apple-Produkt besser gelöst.

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Keine App-Updates mehr beim Pre

Bereits seit über einer Woche gehen bei mir keine Updates mehr über den App-Katalog beim Pre. Es werden Updates angezeigt. Wenn ich dann aber die Liste der Apps sehe, wird nach einigen Sekunden dann das gelbe Ausrufezeichen mit der Meldung “diese Aktion konnte nicht ausgeführt werden, versuchen Sie es später erneut”.  Es ist egal, ob ich über 3g oder WLAN im Netz bin.

In diversen Foren berichten mehrere User von dem Problem. Es existieren Vermutungen, dass das Problem mit einer Umstrukturierung des App-Katalogs im Hinblick auf WebOS 2.0 zusammenhängen könnte. Das Ausrufezeichen wird auch als “Yellow Triangle of Death” bezeichnet.

Ein Update über den App-Katalog ist daher derzeit nicht möglich. Wir müssen warten, bis das Problem behoben wird. Einzig über Preware können die Apps aktualisiert werden.

webOS Blog berichtet gerade über Twitter, dass die Update-Problematik behoben ist und es jetzt wieder möglich ist, seine Apps auf den neuesten Stand zu bringen.