Buchprojekt: Alterra – Die Gemeinschaft der Drei

Die Freunde Matt und Tobias leben in dem New York, das wir kennen. Doch über Nacht wandelt sich unsere Welt und damit auch das Leben der beiden. „Buchprojekt: Alterra – Die Gemeinschaft der Drei“ weiterlesen

Meine Rezension des Buchs „Der letzte Harem“ von Peter Prange

Nachdem im Jahr 1895 die Eltern der beiden Freundinnen Elisa und Fatima umkommen, werden diese von einem Sklavenhändler an den Harem des letzten Sultans des Osmanischen Reichs Abdülhamid II verkauft.

Fatima steigt zur Favoritin des Sultans auf, während Elisa diesen mit ihrer Stimme beim Geschichtenvorlesen bezaubert. Als dieser schließlich im Jahr 1908 abdanken muss, übernehmen die sogenannten Jungtürken die politische Macht im Land. Elisas und Fatimas Wege trennen sich. Im weiteren Verlauf des Romans wird der Weg der jungen Türkei anhand der Schicksale der beiden Frauen erzählt. Hier spielt besonders die Herkunft von Elisa eine Rolle. Diese ist eine christliche Armenierin, während Fatima Muslimin ist. Aus diesem Grund thematisiert der Roman auch den wenig bekannten Völkermord an den Armeniern während des ersten Weltkriegs. Die Rolle der jungen Türkei wird auch immer mit dem Schicksal des deutschen Kaiserreichs als Bündnispartner des Kriegs (die sogenannten Mittelmächte) verbunden. Das Buch endet mit der Proklamation der türkischen Republik unter Präsident Mustafa Kemal Atatürk.

Das Buch ist ein sehr spannend geschriebener Roman. Er lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Ereignisse reichen von der Exotik eines Harems bis zu den politischen Wirrnissen eines Weltkriegs. Besonders interessant fand ich, wie politische Hintergründe mit dem Romanverlauf verflochten wurden. Hier liegt meiner Meinung nach ein Hauptaugenmerk des Buchs, obwohl man das während der ersten Kapitel vielleicht nicht erwartet. Das Buch enthält auch einige ziemlich eindringlich geschilderte Stellen wie zum Beispiel das Massaker in der Kamahschlucht. Diese berühren den Leser und machen ihn auf die damalige Situation der Armenier aufmerksam. Etwas Zurückhaltung hätte ich mir allerdings bei der Beschreibung der Sexszenen gewünscht. Hier wäre eine weniger detaillierte Schilderung ausreichend gewesen. Es handelt sich ja schließlich um keinen Erotik-Roman. Das Ende der Geschichte ist angenehm anders, als man das gewöhnt ist. Jedenfalls kein schmalziges Hollywood Happy End.

Ich kann das Buch nur empfehlen. Es hat mich bis zum Schluss gefesselt.

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema:

Homepage des Buchautors

Wikipedia Artikel zur Türkei

Wikipedia Artikel zum Völkermord an den Armeniern