Aktualisierung zum Synology-Backup in die Cloud

Im Artikel vom Mai 2016 zum Backup in die Cloud habe ich beschrieben, wie ich mein Synology-NAS verschlüsselt mit Hyper-Backup auf HiDrive von Strato sichere. Hier haben sich im Laufe des Betriebs einige Änderungen ergeben.

Die Wichtigste vorweg: Der Upload zu HiDrive hat sich in der Praxis als nicht stabil genug erwiesen. Es war mir nicht möglich, die komplette Festplatte zu sichern, da der Upload die Zwangstrennung durch den Anbieter nicht überlebte. Hyper-Backup wurde jedoch nicht einfach abgebrochen, sondern hängte sich ohne eine weitere Meldung einfach auf. Dadurch war es mir nur möglich, einen Teil der Ordner zu sichern. Sobald der Upload der geänderten Datenmenge länger als 24 Stunden dauern würde, konnte nichts gesichert werden. Dadurch wurde das gesamte Konzept fast wertlos.

Aus diesem Grund bin ich von Strato weg. Der hohe Gesamtpreis für HiDrive wurde durch die zur Verfügung gestellte Leistung nicht gerechtfertigt. Das Setup wurde so geändert, dass Hyper-Backup jetzt auf meine Dropbox sichert. Dropbox Pro bietet 1 TB Speicherplatz für 99 EUR im Jahr. Der Upload überlebt problemlos auch mehrere Zwangstrennungen. Preislich interessant wäre auch die Sicherung auf Amazon Drive, die unbegrenzten Speicherplatz für 70 EUR im Jahr bieten. Jetzt endlich sind alle Ordner meiner Synology gesichert, bei denen ich dies wünsche. Der Aspekt, dass die Dropbox-Server sich in den USA befinden, beunruhigt mich zwar etwas (HiDrive hatte die Server ja in Deutschland!), ich verlasse mich jedoch auf die AES-256 Verschlüsselung. Die Daten werden ja bereits auf der Synology verschlüsselt und dann hochgeladen.

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Synology-Backup in die Cloud

Backups meiner Synology hatte ich bisher auf einer an die Synology angesteckte USB-Festplatte gespeichert. Dies werde ich auch weiterhin beibehalten. Diese Backup-Strategie hat jedoch einige entscheidende Nachteile. Die Festplatte ist nicht verschlüsselt, also kann jeder, der diese in die Hände bekommt, meine Daten lesen und außerdem bewahre ich sie zwar nicht direkt neben der Synology auf, jedoch räumlich nicht so getrennt, dass die mögliche Gefahr besteht, dass bei einem etwaigen Wohnungsbrand sowohl die Synology als auch das Backup zerstört würden. Der wichtigste Grund ist jedoch der, dass ein Backup nur dann gut ist, wenn es automatisch erfolgt und man nicht daran denken muss. Und so regelmäßig wie es sein sollte, habe ich die USB-Platte halt dann doch nicht an die Synology angeschlossen.

Um diese Nachteile zu umgehen, habe ich schon lange mit dem Gedanken gespielt, zusätzlich ein tägliches Backup in die Cloud durchzuführen. Der Anbieter sollte wenn möglich relativ günstig sein und einen Client für die Synology haben. Selbstverständlich soll das Backup vor dem Hochladen auf der Synology verschlüsselt werden, da niemand seine persönlichen Daten einfach so im Klartext zu einem Anbieter hochladen möchte. „Synology-Backup in die Cloud“ weiterlesen

Fahrradnavigation

Wenn ich mit dem Fahrrad fahre, verwende ich Navigationsapps auf dem Handy. Es geht vor allem darum, gute Routen in der Stadt zu finden, die nicht gerade an den Hauptverkehrsstraßen entlangführen. Zwei Apps habe ich ausgiebig getestet und bin schließlich bei meinem Favoriten gelandet. Beide Apps erfüllen jedoch ihren Zweck. Natürlich zehrt das ständig angeschaltete Display und die GPS-Navigation bei beiden Apps enorm am Akku.

Die erste App von komoot gibt es kostenlos im App-Store. Kartenmaterial für einzelne Städte oder Gebiete gibt es für jeweils 3,99 EUR bzw. 8,99 EUR oder das Gesamtpaket für 19,99 EUR per In-App-Kauf. Die Nutzung der App erfordert ein Online-Konto bei komoot.de. Man kann von der App aus eine Navigation starten, aber ein Ziel auch vorher online festlegen und dann über die App abrufen. Eine geplante Route kann auch Offline verfügbar gemacht werden. Die Navigationsanweisungen sind klar verständlich.

Die App hat aber bei der Navigation in der Praxis einige Nachteile. Nach einer Navigationsanweisung (z. B. „jetzt rechts abbiegen“) dauert es immer einige Sekunden, bis die nächste Anweisung angezeigt wird. Wenn die nächste Abbiegung unmittelbar nach der vorherigen Anweisung kommt, kann es passieren, dass man zunächst vorbeifährt. Wenn man die Route verlässt, macht einen die App nicht darauf aufmerksam. Auf der angezeigten Karte erkennt man das zwar, muss aber zum Wiederaufnehmen der Navigation zurück zur geplanten Strecke fahren. Ein automatisches Umplanen erfolgt nicht. Auch ist die Kartenanzeige leicht missverständlich, da sie nicht entsprechend der Fahrtrichtung gedreht wird. So kann es passieren, dass ein „links abbiegen“ auf der Karte nach rechts angezeigt wird. Die Navigationsanweisungen sind jedoch immer klar verständlich. Vor allem größere Kreuzungen mit Fahrradwegen in beiden Richtungen empfand ich als verwirrend und landete teilweise auf einem Fahrradweg in die falsche Richtung.

Die geplanten Strecken sind meiner Erfahrung nach auch nicht optimal. Einerseits wird man auf Radwegen über mehrspurige große Autokreuzungen mit vielen Ampeln geführt, andererseits aber auch im Zick-Zack durch ruhige Wohngebiete geleitet, muss dafür aber große Umwege in Kauf nehmen.

Komoot versteht sich außerdem als ein soziales Netzwerk. Mitglieder können geplante Touren auch anderen verfügbar machen. Regelmäßig werden in einem E-Mail-Newsletter entsprechende Touren vorgeschlagen. Wer dieses Drumherum mit Bewertungen und den sonstigen Social-Kram braucht, wird zufrieden sein. Mir ist das zuviel drumherum. Ich will gut durch die Stadt geleitet werden und brauche kein Social-Network-Gedöns.

 

Mein Favorit ist die zweite App von Bike Citizens vormals BikeCityGuide – einer Firma aus Österreich. Auch diese App ist kostenlos. Kartenmaterial gibt es für 4,99 EUR pro Stadt als In-App-Kauf, wobei es beim Kauf einer entsprechenden Handyhalterung für das Fahrrad einen Gutschein für ein Kartenpaket gibt. Dazu aber etwas weiter unten mehr. Die Strecken basieren auf dem Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM) und sind erstaunlich detailliert. Es ist klar erkennbar, auf welchem Radweg man in welche Richtung fahren kann. Man kann sehr fein einstellen, ob man eher gemütlich oder sportlich radeln möchte. Außerdem wird berücksichtigt, ob man mit dem Cityrad, dem Mountainbike oder dem Rennrad unterwegs ist. Diese Einstellungen bestimmen die gewählte Routenlänge und die gewählten Straßen. So werden z. B. bei Rennrad keine Straßen mit Straßenbahnschienen oder mit Kopfsteinpflaster ausgewählt, während die Einstellung „Mountainbike“ auch Schotterwege beinhaltet. Die App selbst kann ohne Onlinekonto genutzt werden. Wenn man möchte, können die gefahrenen Routen aber auch per WLAN mit dem Konto bei BikeCitizens abgeglichen werden. Nötig ist dies jedoch nicht. Social-Netzwerk-Kram gibt es hier zum Glück nicht. Ein Offline-Modus für die App existiert nicht, das übertragene Datenvolumen hält sich jedoch in Grenzen.

Das Navigationsfenster der App ist sehr übersichtlich und klar gehalten. Die Anweisungen werden groß dargestellt und sind leicht verständlich. Die angezeigte Karte wird stets entsprechend der Fahrtrichtung gedreht. Dadurch wird ein Linksabbiegen auch so auf der Karte angezeigt. So erkennt man beim Losfahren sofort, ob es nach rechts oder nach links geht. Die App reagiert sofort und plant auch neu, wenn die Strecke verlassen wird.

Die Strecken sind nach meiner Erfahrung wirklich optimal geplant. Es wird stets darauf geachtet, ausschließlich auf ruhigen Nebenstraßen oder auf Straßen mit Radwegen zu fahren. Gemütliches Fahren bevorzugt eher ruhige Straßen und nimmt dafür längere Streckenführungen in Kauf, während sportliches Fahren eine kürzere Streckenführung vorsieht, die auch Fahrradwege an Hauptverkehrsstraßen beinhalten kann. Mit den geplanten Routen war ich bisher äußerst zufrieden.

Die App enthält auch (für München) einige wenige vorgeplante Fahrradtouren, die angeblich von Fahrradkurieren aus der betreffenden Stadt erstellt worden sind. Ein nettes Gimmick.

Von Bike Citizens gibt es die bekannte und genial einfache Handyhalterung Finn. Das ist eine Universalhalterung aus Silikon, die um den Fahrradlenker gewickelt wird und auch größere Handys bombenfest hält. Durch das weiche Silikon kann das Handy am Lenker nicht verkratzen. Die Halterung kostet lediglich 15 EUR. Beim Kauf erhält man einen Download-Code für ein Kartenpaket einer Stadt. Dadurch spart man sich einen In-App-Kauf für eine Stadt. Ein iPhone 6 hält problemlos. Wer die Halterung Finn bereits kennt, sollte beachten, dass es mittlerweile die verbesserte zweite Version gibt. Finn ist eine simple, aber sehr effektive Lösung, um ein Handy sicher zu befestigen.

Synology bei jedem Start von Windows einem Laufwerksbuchstaben zuweisen

Während die Synology unter OS X oder Linux einfach eingebunden werden kann, fragt Windows 7 beim Zugriff ständig nach dem Passwort. Gibt man dieses ein, so merkt es sich das System nur bis zum nächsten Neustart. Wird das Feld „merken“ angehakt, gilt dies ebenfalls nur bis zum Ende der Windows-Sitzung. Dann muss man es also nervigerweise beim nächsten Mal wieder eingeben usw.

Mit Hilfe eines Batch-Scriptes lässt sich das aber automatisieren. In der Datei sind der Benutzer und das Passwort fest (im Klartext) eingetragen. Jedem Pfad wird gezielt ein Laufwerksbuchstaben zugewiesen. Die Datei liegt im Autostart-Verzeichnis und wird bei jedem Systemstart automatisch aufgerufen. Die Eingabe des Passwortes entfällt. Die Netzlaufwerke sind sofort nach dem Einloggen verbunden.

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1Password

Nachdem die Login-Versuche von Fremden bei meinem Blog jetzt wieder etwas zurückgegangen sind, sich jedoch auf einem bisher nicht gekannten hohen Niveau eingependelt haben, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich die Sicherheit weiter verbessern kann.

Ich hatte zwar sichere Passwörter, jedoch kann man nie genug in dieser Richtung unternehmen. Das Problem ist nur, dass man sich wirklich starke Passwörter nicht mehr merken kann, da diese aus zufälligen Buchstaben-, Zahlen- und Sonderzeichenkombinationen bestehen. Dazu gibt es Programme, die sämtliche Passwörter speichern und diese mit einem Hauptpasswort schützen. Man muss sich jetzt nur noch ein Passwort merken und kann dann sämtliche Logins bequem darüber einfügen. Außerdem bieten diese Programme auch noch einen Passwortgenerator an, der sehr sichere Passwörter erzeugt. Das Merken entfällt jedenfalls.

Ich habe mich umgesehen, auch mehrere Programme ausprobiert und bin dann schließlich doch bei 1Password hängengeblieben. Dieses Programm verschlüsselt die Passwortdatei sehr sicher. Außerdem ist es sehr komfortabel zu bedienen. Passwörter lassen sich sehr einfach einfügen. Vorher hatte ich einmal KePass probiert, dass als Open Source Programm kostenlos erhältlich ist. Leider konnte die Bedienung mich nicht überzeugen. Die KePass-Variante scheiterte auch unter anderem daran, dass keine vernünftig funktionierende App für das iPhone bzw. iPad vorhanden war.

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