175 Jahre Eisenbahn München-Augsburg

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S3/6 FrontansichtDiesen Sonntag habe ich die Ausstellung “Spurensuche: 175 Jahre Eisenbahn München-Augsburg” im Verkehrszentrum des Deutschen Museums besucht.

Die Bahnstrecke wurde am 4. Oktober 1840 eröffnet und war in der Region der Grundstein für die Industrialisierung. An der Bahnstrecke lagen die bekannten Lokomotivhersteller J. A. Maffei und Krauss & Co.

Leider klang die Ausstellung im Vorfeld interessanter, als sie sich dann vor Ort im Verkehrszentrum präsentierte. Sie bestand nur aus wenigen Tafeln mit Text und einigen Grafiken. Die einzelnen Texttafeln musste man auch erst einmal finden. Sie sind in der Halle II rund um die S 3/6 auf verschiedenen Ebenen verteilt. Diese Länderbahnlokomotive von Maffei ist zwar selbstverständlich der passende Ort für diese Ausstellung, trotzdem muss man die Tafeln mühsam suchen. Es ist weder eine besondere Reihenfolge zu erkennen, noch ist klar, welche Tafeln überhaupt zu dieser Sonderausstellung gehören. Auch Texttafeln regulärer Ausstellungsstücke sind mit dem Logo der Sonderausstellung versehen. Ich habe keine Ahnung, ob ich alle Tafeln gefunden habe. Es gab kein Verzeichnis der Tafeln oder eine nähere Erläuterung zur Ausstellung.

Der Text dieser wenigen Tafeln ist zwar durchaus ganz informativ, allerdings dann letztendlich doch nur enttäuschend oberflächlich. Ausstellungsstücke sind nicht wirklich konkret einbezogen, bzw. war mir das bei einigen Tafeln nicht klar. Am interessantesten war noch die Tafel mit der Gegenüberstellung einiger Bahnhofsgebäude auf historischen und aktuellen Fotografien. Allerdings waren beim Bahnhof Mering die Bildunterschriften falsch.

Die Ausstellung hat mich enttäuscht. Sie ist – im Gegensatz zur Ausstellung zur Transsib – meiner Meinung nach den Eintrittspreis in das Verkehrszentrum nicht wert. Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Januar 2016 zu besichtigen.

Das Jubiläum wird mit weiteren Veranstaltungen gefeiert. Es gibt auch ein Buch zum Jubiläum für 12 EUR. Wer sich für das Jubiläum wirklich interessiert, sollte sich die anderen Veranstaltungen ansehen. Hier gibt es entlang der Bahnstrecke wirklich interessante Ausstellungen.

Transsib – ein Jahrhundertprojekt auf Schienen

Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums ist bis 30. August 2015 die Ausstellung „Transsib – ein Jahrhundertprojekt auf Schienen“ zu besichtigen.

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In der Ausstellung wird der Streckenverlauf von Moskau über Wladiwostok bis nach Peking nachvollzogen. Anhand von Text, vielen Bildern, und Modellen von Waggons und Lokomotiven wird ein Einblick in die Geschichte und die Gegenwart der Transib und der Baikal-Amur-Magistrale gegeben. Der Besucher erfährt etwas über den Baikalsee, an dem die Strecke der Transib vorbeiführt und etwas über die Städte Ulan-Ude und Ulan-Bator in der Mongolei.

Die Ausstellung erzählt auch von den vielen Ethnien, die auf dem Gebiet leben, durch das die Transsib führt. Auch werden Umweltschäden und die Probleme der Eisenbahn angesprochen, die durch den Klimawandel entstehen. Durch das Auftauen des Permafrostbodens entstehen immer wieder Erdrutsche und Unterspülungen am Bahndamm.

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Passend zur Ausstellung kann im Museumsshop ein Begleitbuch für 7 EUR erworben werden. Der Laden hatte aber leider am Sonntag geschlossen. Der Eintritt in das Museum kostet 6 EUR (kein Sonntagseintritt). Das Verkehrszentrum erreicht man am einfachsten mit der U5 (Bahnhof Schwanthalerhöhe).

 

4. Modellbahnausstellung im MVG-Museum

Eigentlich wollte ich mir heute ja die 4. Modellbahnausstellung im MVG-Museum ansehen. Das Museum hatte am 22. und 23. März jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Als ich dann heute um kurz nach 11 Uhr da war, war mein Erstaunen groß. Die Schlange an der Kasse führte vom Eingang des Museums quer über den großen Hof bis zum Tor und auf dem Gehsteig noch ein Stück weiter. Ich wollte nicht ewig im strömenden Regen warten und habe daher schweren Herzens auf einen Besuch verzichtet.

Beim nächsten Mal werde ich mich wohl bereits einige Zeit vor der Öffnung anstellen müssen. Schön, dass die Ausstellung so ein Erfolg ist. Ich hätte mir gerne die Anlagen und Dioramen angeschaut. Der Eintritt beträgt 2,50 EUR.

Spur 1 Anlage im Verkehrszentrum

Bis heute war im Verkehrszentrum des Deutschen Museums eine Spur 1 Eisenbahnanlage zu sehen. Die Ankündigung sprach von einer großzügigen Streckenführung. Das war zwar nicht gelogen, alles in allem war die Sache aber trotzdem für mich etwas enttäuschend.

Der Eingang zum Verkehrszentrum ist jetzt nicht mehr bei Halle III. Bei Halle I befindet sich nun ein großzügiges Foyer mit Garderobe und Museumsshop. Der Eintritt kostet wie immer 6 €. Anschaulich und modern werden die Ausstellungsstücke präsentiert.

Ich bin aber extra wegen der Spur 1 Eisenbahnanlage gekommen. Ich erwartete eine Segmentanlage in Dioramenform. Tatsächlich handelte es sich allerdings lediglich um auf Holz montierte Schienen ohne jegliche Ausgestaltung. Die Streckenführung war tatsächlich beeindruckend, mir war trotzdem alles etwas zu „nackt“. Es waren unter anderem ein TEE und ein dreiteiliger Schienenbus zu sehen. Mehrere Dampflokomotiven waren abgestellt und nicht in Betrieb. Dadurch wirkte alles etwas kahl und statisch.

Wie gesagt, wenn ich das Museum sowieso besuche, ist das eine nette Dreingabe. Extra deswegen hinzugehen, hat sich aber nicht gelohnt. Wirklich schade.

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Ferrocarril Mexicano – Ausstellung im Deutschen Museum

Im Deutschen Museum findet im Vorraum der Bibliothek die Ausstellung „Ferrocarril Mexicano  – Die erste mexikanische Eisenbahn“ statt. Der Besuch der Ausstellung kostet keinen Eintritt, sondern ist als Ausgleich zur derzeit geschlossenen Ausstellung Brückenbau gedacht.

Die Anfahrt war etwas problematisch, da die betreffenden Tramlinien aufgrund des München Marathons unterbrochen waren und Bahnen nur unregelmäßig und in großem Abstand fuhren. Als ich dann per U-Bahn und Tramlinie 18 endlich am Deutschen Museum ankam, war ich schon gespannt. Mir war klar, dass es sich nur um einen Ausstellungsraum handelt. Der Eintritt ist dafür aber auch frei. Die Ausstellungsstücke umfassen Fotografien, Brückenmodelle und originale Bücher. Die Stücke werden wie vom deutschen Museum gewohnt, professionell präsentiert.

Die Ferrocarril Mexicano war die ersten Eisenbahn in Mexiko und entstand zwischen 1837 und 1873. Sie verbindet die Hauptstadt im Hochland mit der Hafenstadt Veracruz am Golf von Mexiko. Die beiden berühmtesten Brücken sind die Wimmer-Brücke und die Brücke über den Metlac. Von beiden sind Modelle in der Ausstellung vorhanden.

Eine Teilstrecke von 104 km wurde zwischen 1922 und 1928 elektrifiziert. Zwischen 1980 und 1988 wurde eine 138 km lange Strecke erneuert und begradigt. Einige kurze Abschnitte wurden aufgegeben. Sie dienen jetzt als Wanderwege durch eindrucksvolle Landschaften. Heute wird die Ferrocarril Mexicano nur noch für den Güterverkehr benutzt. Übergänge zum Bahnnetz der Vereinigten Staaten bestehen in Mexicali und Nogales zur Union Pacific Railroad, in Ciudad Juárez und Piedras Negras (Eagle Pass) zur Union Pacific und zur BNSF Railway, in Presidio zur Texas-Pacífico Transportation.