Streetview-Hysterie wird echt lächerlich

Langsam fasse ich es nicht mehr. Da wehren sich die Leute mit Händen und Füssen gegen Googles Streetview und dann lassen sie tatsächlich einen Reporter kommen, der sie mit vollem Namen und einem schönen Bild vor dem Reihenhäuschen in die Zeitung und natürlich ins Internet stellt. Wer denkt, dass es sich um einen Scherz handelt, der klickt bitte hier bei RP Online. Wirklich toll finde ich, dass das Haus auf dem Bild wohl nie bei Streetview aufgetaucht wäre, weil es wohl nicht an einer öffentlichen Straße steht. Oder sollte es sich hier um eine Satire handeln?

Im Artikel Pro Google Street View wird auch sehr schön auf diese Thematik eingegangen. Die vier Düsseldorfer Rentner werden dort nicht lächerlich gemacht, sondern es wird versucht, die wahren Beweggründe für deren Aktion herauszufinden und vor allem was das für die Diskussion um Google und natürlich Streetview bedeutet.

Ein schöner Artikel findet sich auch im Blog von Dennis Knake. Er zeigt sehr schön, mit welcher Scheinheiligkeit manche Politiker das Thema behandeln. Auf der einen Seite die Privatsphäre verteidigen wollen und dann dafür zu sein, dass Banküberweisungen im Rahmen des Swift-Abkommens (mit Adresse) an US-Behörden gemeldet werden.

Und dann hätte ich noch einen weiteren Beitrag hierzu. Musste ich doch wirklich gestern im Radio mit anhören, wie ein Anrufer sich beschwerte, er hätte wegen Streetview Probleme, weil er dann nicht mal mehr auf der Straße in der Nase bohren könnte.

Hierzu kann ich nur folgendes sagen:

  1. Streetview bedeutet nicht, dass Videoaufnahmen der Häuser abgerufen werden können.
  2. Die Bilder bei Google sind bereits schon seit längerem aufgenommen und daher nicht aktuell. Von Echtzeit kann also keine Rede sein.
  3. Wenn ich auf der Straße in der Nase bohren wollte, dann wäre glaube ich Streetview mein kleinstes Problem.

Irgendwie glaube ich, dass die meisten Leute überhaupt nicht verstehen, gegen was sie da eigentlich sind. Man kann nur noch den Kopf schütteln.

Wann hört diese Google Street View Hysterie endlich auf?

Google fotografiert unsere Häuser, beschießt sie mit Laserstrahlen und fängt unsere Emails ab. Das ist ja ein Skandal. Oder etwa nicht?

Sollte man das Thema nicht mal etwas unaufgeregter angehen, als täglich irgendwelche neuen Horrermeldungen in die Welt zu setzen?

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Chrome – Googles neuer Browser

Google hat vom 03. auf den 04. September 2008 seinen neuen Webbrowser "Chrome" herausgegeben. Auch ich hatte mir schon das Installationspaket heruntergeladen.

Die zu akzeptierenden Nutzungsbedingungen habe ich wie so viele andere Nutzer einfach bestätigt ohne sie genau zu lesen. Vor der Installation kamen mir jedoch Zweifel und ich habe etwas im Internet recherchiert.

Und siehe da, es gibt doch einige Kritikpunkte, die mich veranlasst haben, diesen Browser nicht zu installieren.

  • Die Datenschutzbestimmungen von Google enthalten unter anderem den Hinweis, das sämtliche aufgerufenen Webadressen (zusammen mit einer eindeutigen Anwendernummer) an Google gesendet werden. Seiten die nicht gefunden werden, werden ebenfalls übermittelt. Bei Installation und der Prüfung auf neue Programmversionen wird die Anwendernummer ebenfalls an Google gesendet. Mehr Informationen auf Prolinux.
  • Außerdem sind bereits einige Sicherheitslücken aufgetaucht. Einiges auf heute.de. Darunter sind auch einige Sicherheitslücken, die eigentlich schon bekannt sind. Offenbar hat Google den Code von Apples Browser "Safari" übernommen und dort behobene Sicherheitslücken nicht im Code von Chrome gefixt.

Einige Punkte spricht auch der Artikel der Süddeutschen Zeitung an.

Sehr schade – einige Funktionen des Browsers hätten mich durchaus interessiert. Allerdings ist mir Chrome eindeutig zu neugierig. Auch wenn die übermittelten Daten zum Bereitstellen von irgendwelchen Funktionalitäten benötigt werden. Letztendlich weiß keiner so genau, welche Daten tatsächlich übertragen werden bzw. wofür diese benutzt werden.

Als Fazit bleibt mir also nur bei Mozilla Firefox zu bleiben.