Das Buch „Sitzen vier Polen im Auto“

Durch das Ortsgespräch in Holgis Wrintheit bin ich auf das Buch „Sitzen vier Polen im Auto – Teutonische Abenteuer“ von Alexandra Tobor gestoßen.

Zuerst habe ich die Gastsendung in der Wrintheit „Das Goldene Buch“ gehört. Hier liest Alexandra Tobor aus dem ersten Kapitel ihres Buchs vor. Darin beschreibt sie, wie sie im Alter von acht Jahren im Polen der Vorwendezeit im Keller ihrer Oma durch Zufall das goldene Buch entdeckt. Es handelt sich dabei um den Quelle-Katalog mit einer in der sozialistischen Mangelwirtschaft unbekannten Auswahl und Warenfülle.

Dabei habe ich mir noch gedacht, dass das ja alles ganz nett klingt, mich jedoch nicht weiter interessiert. Das hat das darauf folgende Ortsgespräch, dass Holgi mit der Autorin führt, jedoch geändert. Darin beschreibt sie, wie sie und ihre Eltern als Spätaussiedler in die Bundesrepublik auswanderten. Sie erwähnt in diesem Gespräch viele Sachen aus ihrem Buch und erzählt noch viel mehr. Diese Einblicke fand ich faszinierend. Sie haben die Gastsendung schnell in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Das Buch musste ich mir dann auch gleich kaufen und habe es ziemlich schnell fertiggelesen. Es umfasst die Jahre 1989 – kurz vor der Wende bis Mitte der Neunziger. Sehr beeindruckend fand ich die Einblicke, in diese Welt und der Wunsch mit eisernem Sparen sich eine neue Existenz in Deutschland aufzubauen. Auch wenn die Erlebnisse natürlich nicht genau so passiert sind und sicherlich im Rahmen der künstlerischen Freiheit bearbeitet wurden, ist das vermittelte Gesamtbild stimmig.

Ich hoffe nur, dass das von der Autorin erwähnte Nachfolgebuch mit den Erlebnissen ab Mitte der Neunzigerjahre bald erscheint.

Empfehlenswerte Podcasts 4

Hier noch zwei technische Podcasts mit Schwerpunkt auf Apple, die einmal die Woche erscheinen.

Zuerst wären da die Fanboys. Hier unterhalten sich zwei bis drei Programmierer. Es geht um Netzpolitik und um Hard- und Software mit Schwerpunkt Apple. Es werden auch Audio-Höreranfragen beantwortet. Die Dauer beträgt 1 – 1 1/2 Stunden. Achtung! Wer mit Technik und Apple nichts am Hut hat, ist hier definitiv  falsch.

Ein weiterer Technik-Podcast ist der apfelklatsch. Bis zu fünf Leute unterhalten sich über Hard- und Software von Apple. Die Dauer beträgt 1 bis 1 1/2 Stunden. Auch hier gilt – wer mit Technik und Apple nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen.

Wer generell über Podcasts auf dem Laufenden bleiben will, dem empfehle ich die Hörsuppe. Hier werden neue Podcasts vorgestellt in den nächsten beiden Wochen erscheinende Podcasts angekündigt. Sehr gut, wenn man bezüglich eines demnächst anstehenden Live-Streams auf dem Laufenden bleiben möchte.

Hoaxilla-Podcast über Zahlensender

Gestern erschien wieder mal ein Highlight-Podcast von Hoaxilla. Leider ist er nur etwas über eine halbe Stunde lang. Das ist aber wohl dem Stress der Umzugsvorbereitungen von Münster nach Hamburg geschuldet und daher verständlich.

Es geht diesmal um die sogenannten Zahlensender. Das sind ominöse Radiosender, die kurze Melodien spielen und vor allem von Frauen und evtl. sogar von Kindern gesprochene Zahlenkolonnen übertragen.

Anfang der Achtzigerjahre habe ich selbst einmal einen solchen Radiosender empfangen. An einem Freitagabend suchte ich irgendeinen Radiosender mit Musik und landete plötzlich auf Kurzwelle bei einem Sender, bei dem eine Frau nur Zahlen vorlas. Sie sprach Hochdeutsch, las Zahlen vor und verwendete für die Zahl Fünf den Begriff „Fünnef“ und statt acht „Oucht“. Ich erinnere mich noch genau daran. Es war ja immerhin die Hochzeit des kalten Krieges. Da kann man schon mal eine Gänsehaut bekommen. Vor allem als Kind. Als ich das Thema des aktuellen Podcasts erfahren habe, war ich daher sehr gespannt.

Der Hoaxilla Podcast beleuchtet dieses Thema umfassend. Ein paar Sachen hätte ich mir noch gewünscht. Warum denn z. B. meistens Frauen oder Kinder sprechen. Hat das was damit zu tun, dass diese hohen Stimmen auch bei einem schlechten Signal mit Störgeräuschen verständlicher sind? Auch wenn niemand genau sagen kann, warum es diese Sender gibt, erscheint mir die Hypothese, dass es sich um verschlüsselte Nachrichten für Geheimdienstangehörige handelt, als am wahrscheinlichsten. Das kann aber natürlich auch nur daher kommen, weil es geheimnisvoll klingt. Übertragung von Wetterdaten klingt ja nicht so spannend.

Ich kann diesen Podcast unbedingt empfehlen. Auch sollte man auf jeden Fall einen Blick ins Hoaxilla-Forum werfen. Dort sind Links zu mehr Informationen vorhanden. Unter anderem auch ein Feature des DLF.

Empfehlenswerte Podcasts 3

Und nochmal eine Auswahl an Podcasts die ich regelmäßig höre.

WRINT ist ein Akronym für „Wer redet ist nicht tot“. Der bekannte Radiomoderator Holger Klein unterhält sich regelmäßig mit Nicolas Semak und produziert die Wrintheit. Man kann Live bei der Aufzeichnung dabei sein und im Chat mitmachen. Der Zeitpunkt einer -Sendung wird auf der angegebenen Seite bekanntgegeben. Die beiden beantworten Fragen, die per Mail gestellt werden und schweifen dabei regelmäßig ab. Das Ergebnis ist ein wahnsinnig vielseitiger Podcast, der unheimlich interessant und unterhaltsam ist. Die Dauer beträgt 2 – 4 Stunden.

Ebenfalls unter WRINT laufen auch die Orts- und Ferngespräche und Holger ruft an. Holger Klein unterhält sich in seiner Wohnung oder per Skype mit einem interessanten Gast. Das Gespräch ist eine Art lockeres Interview, bei dem der jeweilige Gast auch wirklich zu Wort kommt und stellt das absolute Highlight dar. Hier unterhält er sich per Skype mit Personen, die im Ausland leben und sich bei ihm gemeldet haben. Das kann eine Studentin in einer Forschungsstation in der Antarktis sein,  jemanden der in Laos lebt oder in der Westbank Schulkinder an Armeeposten vorbei zur Schule begleitet. Hier erhält man interessante und authentische Eindrücke vor Ort, die einem unheimlich viel Wissen vermitteln und dabei helfen, den eigenen Horizont zu erweitern. Diese Gespräche dauern 1 – 2 Stunden.

Ein weiterer Podcast ist Not Safe For Work. Hier redet der bekannte Podcaster Tim Pritlove mit Holger Klein über alles Mögliche. Es geht um aktuelle Politik aus der Sicht der Netzgemeinde bis hin zu Esoterik-Schelte. Der Podcast kann auch Live verfolgt werden und dauert 3-4 Stunden.

Empfehlenswerte Podcasts 2

Nach etwas längerer Pause möchte ich weitere Podcasts vorstellen, die ich regelmäßig höre.

Als Ergänzung zu den skeptischen Themen passen sehr schön die FM4 Science Busters. Es handelt sich hierbei um Martin Puntigam, Prof. Heinz Oberhummer und Univ.-Lekt. Werner Gruber, die auf bekannt lockere und leicht schräge Weise physikalische Themen ansprechen. Dies  passiert selbstverständlich streng wissenschaftlich 😉 und ist äußerst unterhaltsam. Der Podcast hat eine Länge von 2-3 Minuten, erscheint einmal die Woche und ist daher auch etwas für diejenigen, die sich nicht viel Zeit nehmen wollen. Richtig tiefgehend können die Themen natürlich nicht angesprochen werden. Für einen Einstieg, der das Interesse an mehr Information weckt, reicht es allemal.

Der nächste Podcast, den ich regelmäßig höre, sind die Mikrodilettanten. Der bekannte Podcaster Nicolas Semak unterhält sich mit Phil Schmidt und Gero Langisch. Der Podcast hat meistens eine Länge von 1 1/2 bis 2 Stunden und wird in letzter Zeit regelmäßig alle zwei Wochen aufgenommen. Das besondere dabei ist, dass man dabei Live zuhören und im Chat mitmachen kann. Das Ergebnis ist dann selbstverständlich später als Podcast abrufbar. Die nicht aufgenommenen Teile vor und nach dem Podcast sind oft auch noch ein Highlight. Der Podcast dreht sich um eigentlich Alles. Mit Schwerpunkt auf Musik, Filmen, Fernsehserien und netzaffine Themen der Mittdreißiger. Der Podcast ist etwas chaotisch und hat keine feste Struktur. Das ist jedoch gerade das, was die Mikrodilettanten ausmacht. Wenn man diesen Podcast in der Öffentlichkeit hört, muss man sich darauf gefasst machen, dass man jederzeit losprusten oder laut lachen muss. Mein absoluter Favorit ist das Intro von Phil.